Letztes Feedback





 

Über

Alter: 37
 


Werbung




Blog

Dekompression beim Tauchen - Fragen und Antworten - (C) Peter Rachow 2012

F: Was bedeutet "Dekompression" und warum ist sie für den Taucher von Bedeutung?

A: Bei jedem Tauchgang mit Tauchgerät (ausgenommen solche, die mit 1-bar-Druckanzug oder reinem Sauerstoff durchgeführt werden) atmet der Taucher das Atemgas unter erhöhtem Druck. In jedem Atemgas (egal ob Luft, Nitrox, Trimix) befinden sich Anteile von sog. Inertgasen (z. B. Stickstoff oder Helium). Diese Gase sind normalerweise stoffwechselphysiologisch nicht wirksam, werden jedoch beim Atmen von der Lunge an das Blut abgegeben und lösen sich anschließend durch den erhöhten Umgebungsdruck beim Tauchen in den Körpergeweben, die mit dem Blut versorgt werden. Die in den Geweben bei einem bestimmten Druck gelösten Gase können nur solange in Lösung bleiben, wie der Umgebungsdruck (und damit der Partialdruck dieser Gase beim Atmen) nicht wieder absinkt.

Beim Auftauchen wird der Umgebungsdruck reduziert und die vorher durch den erhöhten Atemgasdruck in den Geweben des Körpers gelösten Gase werden freigesetzt und wieder an das Blut abgegeben, das sie wieder zur Lunge transportiert. Dies ist dann die sog. Dekompressionsphase .

Ein Tauchgang lässt sich also grob in 3 Phasen unterteilen:

  • Die Abstiegsphase mit ansteigendem Umgebungsdruck ( Kompressionsphase ) , hier beginnt die Lösung der inerten Gase im Körper.
  • die Isopressionsphase (Grundzeit, Umgebungsdruck bleibt [mehr der weniger] konstant), die Lösung geht weiter.
  • die Dekompressionsphase (sinkender Umgebungsdruck, die gelösten Inertgase, allen voran der Stickstoff, verlassen die Körpergewebe)
Abhängig von Menge und Maximaldruck der vorher gelösten Gase müssen bei Überschreiten bestimmter körperlicher Toleranzgrenzen bestimmte Austauchstufen eingehalten werden, um den jetzt wegen des abnehmenden Umgebungsdruckes aus den Körpergeweben frei werdenden Inertgasen die Gelegenheit zu geben, den Körper langsam zu verlassen. Geschieht dies nicht, wird also auf einmal durch zu schnelle Druckverminderung (i. e. zu schnellen Aufstieg) in eine zu kurzen Zeit zuviel Inertgas freigesetzt welches nicht voim Ort des Entstehens auf dem Bluttransportweg abgeführt weren kann, bilden sich Blasen aus freigesetzem Gas, die schwere gesundheitliche Störungen hervorrufen können ( Dekompressionskrankheit ).

Ziel der Aufstiegsverlangsamung ist es also, die pro Zeiteinheit freigesetzte Inertgasmenge zu begrenzen, um einen geordneten Abtransport des Inertgases zu ermöglichen. Ist der Aufstieg dagegen zu schnell, bilden sich im venösen Blut (dem "verbrauchten", also zur Lunge hin stömenden sauerstoffarmen Blut) Gasblasen aus z. B. Stickstoff, die in der Lunge nicht abgegeben werden können und in das arterielle System des Kreislaufs übertreten.

Dort können sie Schädigungen verursachen, die von Gewebebeschädigungen (rote Flecken auf der Haut (Hämatome), Gelenkschmerzen, Hautjucken) bis zu Lähmungserscheinungen und Ausfall der Sinneswahrnehmungen reichen können.

F: Findet Dekompression bei jedem Tauchgang statt?

A: Ja. Die vorher beschriebenen Vorgänge finden bei allen Tauchgängen statt, bei denen nicht reiner Sauerstoff geatmet wird. Der menschliche Körper hat allerdings eine gewisse Tolerqanz gegen einen Überdruck der Inertgase in seinen Geweben, so dass explizite Dekompressionspausen beim Auftauchen während der Druckentlastung nur dann nötig werden, wenn bestimmte Grenzwerte für Tauchtiefe und Tauchzeit überschritten wurden. Der Physiker spricht in diesem Zusammenhang auch von einer sog. "Gasspannung" unter der die in den Geweben gelösten Gase stehen. Diese Spannung lässt sich mit einer elektrischen Spannung gut vergleichen. Bei der elektrischen Spannung kann man sich eine Kraft vorstellen, mit der die Elektronen des Stromes angetrieben werden, bei der Gasspannung ist es eine Kraft, die das Bestreben hat, das Inertgas aus dem Gewebe heraus zu treiben.

Bleibt man insgesamt unterhalb eines bestimmten Wertes für die "Gasspannung" so ist die "Austrittskraft" der inerten Gase aus dem Gewebe hinreichend klein und man kann bei Beachtung einer bestimmten Aufstiegsgeschwindigkeit (meistens 10 m / min) den Tauchgang sofort beenden. Diese Zeit, bis zu der auf einer bestimmten Tiefe verweilt werden kann, ohne Dekompressionspausen einzuhalten, heißt " Nullzeit ".

Allerdings kann auch nach Tauchgängen innerhalb der sog "Nullzeit" bei bestimmten, ungünstig disponierten Menschen eine Schädigung durch unzureichende Dekompression beobachtet werden. Auch muss stets die maximal zulässige Aufstiegsgeschwindigkeit (i. d. R. 10m/min. oder weniger) eingehalten werden, da diese in die Berechnung der Dekompression nach einem Nullzeittauchgang einberechnet wird.

F: Sind Nullzeittauchgänge sicherer als Dekompressionstauchgänge?

A: Nein. Dies ist eine These moderner Tauchausbildung und ist nicht nur vereinfacht sondern falsch. Der Begriff "Nullzeit"-Tauchgang sagt lediglich aus, dass während des Austauchens keine Stopps eingehalten werden müssen, weil die Gewebesättigung mit Inertgas unterhalb einer bestimmten kritischen Schwelle geblieben ist und das Inertgas auf dem Weg zur Oberfläche durch die langsame Aufstiegsgeschwindigkeit wieder in ausreichend langsamen Maße abgegeben werden kann.

Wenn die max. Aufstiegsgeschwindigkeit, die der Berechnung der Nullzeit zu Grunde liegt, nicht überschritten wurde, wird es also in der überwiegenden Mehrzahl der Nullzeittauchgänge keine Dekompressionsprobleme geben, da das aufgesättigte Inertgas von Druck und Menge unterschwellig genug ist, zeitlich ohne durch Zwischenstopps erzielte Aufstiegsverlangsamung entsättigt zu werden..

Die Sättigung der Gewebe kann sich jedoch sehr dicht an der kritischen Grenze befinden, ab deren Überschreiten Dekompressionsstopps notwendig werden. Ob es zum Auftreten von Symptomen der Dekompressionskrankheit kommt, entscheidet sich nun zusätzlich an einer Vielzahl weiterer Faktoren. Siehe dazu die Frage nach den Risikofaktoren . Daher: Besonders Tauchgänge, die an die Grenze der sog. "Nullzeit" führen, sollten kritisch betrachtet werden.

Physiologisch sind grenzwertige Nullzeittauchgänge und regelgerecht beendete Dekompressionstauchgänge gleichwertig. Mindestens ein Körpergewebe (das sog. "Leitgewebe" ist noch so weit mit Inertgas beladen, dass die kritische Grenze, ab derer im Blut manifeste Gasblasen auftreten würden, rechnerisch gerade nicht erreicht wird.

F: Was ist eine Dekompressionskrankheit?

A: Sie ist die Folge einer unzureichenden Dekompression und damit meist von großen manifest (nachweisbar) auftretenden Gasblasen im Blut, die zu Gewebezerstörungen, lokalen Embolien, Blutgefäßverschlüssen etc. führen können. Aber auch bereits eine hohe Belastung mit sog. Mikrogasblasen kann Symptome hervorrufen, z. B. eine extreme Müdigkeit.

F: Risikofaktoren: Wer ist besonders anfällig für die Dekompressionskrankheit?

A: Neben einigen nicht näher bestimmbaren Faktoren sind dies i. W.:

  • Übergewicht (Fettgewebe bindet besonders viel Stickstoff, ist aber schlecht durchblutet)
  • Rauchen (die Durchblutung der Gewebe sinkt, d. h. das Inertgas wird nicht so schnell abtransportiert)
  • Vorher erlittener Dekompressionsvorfall (Es bildet sich vernarbtes Gewebe, das sehr intolerant gegen eine hohe Gasspannung ist).
Weiterhin sind Risikofaktoren: Flüssigkeitsmangel (Folge: schlechte Durchblutung), starke Auskühlung (mehr Inertgas löst sich im kalten Gewebe) und hohe körperliche Arbeit unter Wasser (mehr Gas wird veratmet).

F: Was bedeutet "inertes Gas"

A: Inerte Gase sind Gase, die keine (bio-)chemische Wirksamkeit entfalten, d. h. an Reaktionen (z. B. Stoffwechsel) nicht beteiligt sind. Sie können trotzdem im Körper wirksam werden, wie z. B. bei der Stickstoffnarkose ("Tiefenrausch". Diese hat aber keine chem. sondern physikalische Ursachen, da die Weiterleitung elektrischer Nervenimpulse in den Synapsen der Nerven durch Stickstoff unter hohem Druck gestört wird.

F: Was ist besser für das Dekompressionstauchen geeignet: Eine Dekotabelle oder ein Dekocomputer?

A: Die Bedieung eines Dekocomputers erfordert im Extremfalle keine Kenntnisse der Dekompressionsverfahren. Man kann sich auf das Ablesen und die Interpretation der angezeigten Daten beschränken. Problematisch wird es, wenn mit dem Computer Dekotauchgänge durchgeführt werden, und das Gerät während des Tauchens ausfällt. Eine sichere Dekompression ist dann defintiv nicht mehr möglich, wenn keine Ersatzinstrumente mitgeführt und sachgerecht benutzt werden.

Die für die Anwendung der Dekompressionstabelle verwendeten Geräte (Taucheruhr, Tiefenmesser) sind technisch einfacher und habe eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit. Nachteil der Tabelle ist, dass nur Tauchgänge mit einer einfachen Profilstruktur geplant werden können (Sog. "Rechteck"- oder "Trapez"-TG, deren Profile wie die entsprechenden geometrischen Flächen aussehen).

Die Anwendung der Tabelle (insbesondere, wenn Wiederholungstauchgänge durchgeführt werden sollen) erfordert jedoch Sachkenntnis und Übung.

Empfehlenswert ist es, Deko-TG mit einer Dekotabelle zu planen und einen Computer als Sicherheitsreserve beim Tauchgang mitzuführen.

Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt die Verwendung einer Tabelle keine geringeren Wahrscheinlichkeiten für das Auftrreten einer Dekompressionskrankheit als die Verwendung eines Tauchcomputers, auch wenn theoretisch die Tabelle systembedingt mit höheren Sicherheitsreserven arbeitet (idealisiertem Rechteckprofil statt realem Tauchprofil).

F: Warum sind die Dekompressionsphasen beim Computer kürzer, wenn ich für den gleichen Tauchgang den Dekocomputer mit der Tabelle vergleiche?

A: Der Computer berechnet die Inertgasaufsättigung ausgehend vom realen Profil des Tauchganges. Hier wird quasi im Takte weniger Sekunden ein identisches Abbild der Tiefen-/Zeitlinie erstellt und die Sättigung der Gewebe und damit die Dekompressionsregeln für den Tauchgang werden anhand der Profillinie berechnet. Die Tabelle dagegen geht von einem vereinfachten Profil aus, indem sie die gesamte Grundzeit auf der maximalen Tiefe rechnet. Dadurch wird die Dekompressionsphase deutlich länger, weil theoretisch mehr Inertgas aufgesättigt wird als das in der Praxis der Fall sein wird.

F: Kann ich auch mit einer Nullzeitentabelle Deko-TG planen?

A: Nein. Dafür sind diese Tabellen (z. B. PADI RDP) nicht gedacht und auch nicht geeignet. Das gleiche gilt für Nullzeitencomputer. Wer dekompressionspflichtige TG planen und durchführen will, braucht die entsprechenden richtigen Werkzeuge (z. B. die Tabelle Deco 2000).

F: Wie äußern sich Symptome einer unzureichenden Dekompression?

A: Durch Anzeichen der Dekompressionskrankheit (DCS) mit verschiedenen Ausprägungen

  • DCS Typ I mit Haut-, Muskel- und Gelenksymptome (‚Bends‘, also Gelenkschmerzen, die erträglicher werden, wen das Gelenk in Beugehaltung gehalten wird), Juckreiz der Haut, lokale Schwellungen, Rötungen, Blutergüsse.
  • DCS Typ II mit Nervenlähmungen, Bewusstlosigkeit, motorischen und sensorischen Störungen (Taubheit, Blindheit) oder Tod.
F: Ich habe gehört, dass der Körper für die Dekompression in verschiedene "Gewebe" eingeteilt wird. Was hat es damit auf sich?

A: Es handelt sich um ein Hilfskonstukt, um Dekompressionsverfahren mathematisch berechnen zu können ( Dekompressionsmodelle ). Die inerten Gase lösen sich in unterschiedlichen Geweben des Körpers unterschiedlich schnell. Diese Zeiten nennt man "Halbwertszeiten", also die Zeit, die ein Gewebe braucht, um die Hälfte des vorher bestehenden Inertgaspartialdruckes zum Maximaldruck aufzusättigen oder zu entsättigen. Die Toleranz dieser verschiedenen Modellgewebe (wie auch der realen Gewebe) gegen eine zu hohe Gasspannung ("Inertgasüberladung" ist ebenfalls unterschiedlich hoch.

Aus diesen Gründen hat man den Körper in mehrere modellhafte Teilgewebe untergliedert, die die verschiedenen Eigenschaften der Körpergewebe symbolisieren und auf deren Daten die mathematischen Berechnungen für die Dekompression beruhen. Diese Modellgewebe nennt man in der Fachsprache Kompartimente . Sie stellen reale Gewebe bzw Gewebegruppen vereinfacht dar. Meistens rechnen Tauchcomputer mit 8 bis 16 dieser theoretischen Gewebe, was den Körper und sein Verhalten in Bezug auf Gaslösung ausreichend genau abbildet.

Schnelle Gewebe sind z. B.: Blut, Nerven Rückenmark, Gehirn, mittelschnelle Gewebe sind z. B.: Muskeln, Haut und langsame Gewebe sind z. B.: Knochen und Knorpel. Hierbei gilt als Faustregel: Je besser ein Gewebe durchblutet ist, desto kürzer ist seine Halbsättigungszeit für das Inertgas und desto toleranter ist es gegen Übersättigung..

F : Was kann man tun, wenn man beim Dekomprimieren zu wenig Luft hat, um alle Dekompressionsstopps durchführen zu können?

A: Es gibt mehrere Handlungsalternativen:

1. Dekompressionsphase verkürzen: Hier sollte darauf geachtet werden, dass die tiefen Stopps (i. d. R. 15 m, 12m und 9m) in etwa mit der vorgeschriebenen Zeitplanung durchgeführt werden, denn hier werden Gehirn, Zentralnervensystem und Rückenmark entsättigt. Die hier betroffenen Gewebe haben glücklicherweise die höchste Toleranz gegen einen Inertgasüberdruck, sie ertragen hohe Gasüberspannungen besser. Problem: Unzureichende Dekompression bei diesen Geweben hat meistens schwerwiegende gesundheitliche Störungen wie Lähmungen und sensorische Ausfälle (Empfindungsstörungen) zur Folge.

Die flacheren Stopps (6m und 3m) können jedoch verkürzt werden, weil hier nur die langsamen Gewebe entsättigt werden. Diese Verkürzung der Entsättigungsphasen kann u. U. zu Symptomen wie Hautrötungen, Gelenk- und Muskelschmerzen aber i. d. R. nicht zu lebensbedrohlichen und/oder irreversiblen Schäden führen.

2. Dekompression kurz unterbrechen und neue Luft besorgen. Die Toleranzzeit liegt hier bei max. 3 Minuten, innerhalb derer wieder abgetaucht werden muss. Wenn Symptome der DCS auftreten, kann das Verfahren nicht mehr angewendet werden. Die Dekompression wird vom ersten Stopp wiederholt und, wenn möglich, die Zeiten auf den Stufen verdoppelt. Dieses Verfahren heißt " nachgeholte Dekompession "

3. 100% Sauerstoffatmung nach dem Tauchgang an der Oberfläche: Weil kein Stickstoff mehr zugeführt wird, kann der aus den Geweben austretende Stickstoff schneller eliminiert werden, da das Inertgasgefälle zwischen Atemgas und Inertgas in den Geweben sehr groß ist (hoher Partialdruckgradient). Außerdem sättigt sich das Blut mit Sauerstoff, so dass die Vitalfunktionen des Körpers stabilisiert werden. Die Weiterbehandlung in einer Druckkammer und die Atmung von Sauerstoff unter erhöhtem Druck sind angezeigt.

F: Ich hörte die beiden Begriffe "nasse Rekompression" und "nachgeholte Dekompression". Meinen sie das Gleiche?

A: Nein. Die nachgeholte Dekompression kann angewendet werden, wenn man nur kurz an der Oberfläche verweilt hat, z. B. um sich neue Luft zu beschaffen o. ä. Bei ihr sind noch keine Symptome der DCS aufgetreten. Es wird nur die Dekompressionsphase wiederholt, allerdings mit Verdopplung der Zeiten auf den einzelnen Stufen.

Die nasse Rekompression wurde früher angewandt, wenn ein Taucher bereits Symptome zeigte. Es wurde auf eine große Tiefe (> = 50 m) abgetaucht und dann der Tauchgang mit sehr großen Zeitverlängerungen auf den Dekostufen zu Ende geführt (extrem verlängerte Dekompressionsphase). Sie kann heute nicht mehr empfohlen werden, da z. B. der verunfallte Taucher instabil bezüglich seiner Vitalfunktionen werden kann oder durch die massive Auskühlung zusätzlich Schaden nehmen könnte.

F: Was sind Mikroblasen?

A: Auch beim regelgerechten Austauchen entstehen kleinste Gasblasen im Blut und anderen Geweben. Diese errreichen jedoch nicht die Größenordnung, um in großem Umfange schädlich zu wirken. Ihr Radius bleibt im Bereich einiger Mikrometer (Millionstel Meter). Sie führen jedoch dazu, dass der Gasaustausch in der Lunge behindert wird, das/die Inertgas(e) also nicht so effektiv abgegeben werden können.

Mikrogasblasen, wenn sie nicht von manifesten Gasblasen begleitet werden, sind ein Indiz für eine ausreichende Dekompression. Neuere Dekompressionsverfahren wie das VPM- oder RGBM-Modell versuchen bereits, die Mikrogasblasenbildung auf rechnerischem Wege zu minimieren, weil man davon ausgeht, dass es sich um eine Vorstufe manifester Blasen handelt. Eine Folge ist, dass die Dekompressionsphase nach diesen "modernen" Verfahren früher beginnt als nach den "klassischen" Dekompressionalgorithmen (z. B. dem Bühlmann-Verfahren))

Diese Blasen werden unwissenschaftlich auch als "stumme Blasen" bezeichnet.

F: Was sind Dekompressionsmodelle?

A: Dekompressionsmodelle versuchen, die Abläufe der Gasauf- und entsättigung im Körper mathematisch nachzubilden, um sie berechenbar zu machen.

Es gibt die sog. "Klassischen Modelle", zu denen z. B. die Arbeiten von Haldane zu Ende des 19. Jh. zählen und die Ableitungen von A. A. Bühlmann aus den 70er und 80er Jahren des 20. Jh.. Diese Modelle werden auch als Kompartiment-Modelle bezeichnet, da sie auf der Unterteilung des Körpers in Teilgewebe beruhen (sog. Kompartimente). Sie definieren für diese Kompartimente Halbwertszeiten für die Sättigung und Entsättigung des Gewebes unter Druck und stellen Werte für den Inertgasüberduck auf, den jedes Gewebe beim Austauchen symptomlos tolerieren kann.

Neue Modelle (VPM=variable permeability model, RGBM=reduced gradient bubble model) widmen sich mehr den physikalischen Vorgängen bei der Gasblasenbildung während der Kompression und Dekompression (Abtauch- und Auftauchphase). Aber auch hier wird der Körper in Modellgewebe unterteilt, jeodch steht die Blasenmechanik im Vordergrund und nicht die Toleranz der Körpergewebe gegen eine Übersättigung mit Inertgas.

Alle diese Modellle sind nur mathematische Annäherungen mit einer begrenzten Genauigkeit. Sie sind in sich geschlossen, decken jedoch nur einen Teil der in der Realität wirkenden Faktoren ab. So ist es z. B. nicht möglich, eine größere Anzahl Tauchgänge innerhalb einer kurzen Zeitspanne (z. B. 5 TG innerhalb 24h) zuverlässig zu berechnen, auch wenn Anbieter moderner Tauchcomputer genau dies vorgeben. Die Ursache liegt in der sehr komplexen Entsättigungsmechanik, die durch eine Vielzahl körperspezifischer Faktoren bestimmt wird, die nicht in die Rechenmodelle eingehen können, da sie von Individuum und seiner momentanen bzw. generellen Disposition bestimmt werden.

Auf den folgenden Gedankengang wies mich zusätzlich Karl Heser hin:

Da die Rechenmodelle durch empirisch ermittelte Daten überprüft werden, die zur Verfügung stehenden Datenmenge aber mit der Anzahl der Wiederholungs-TG geringer wird, da sich empirisch nicht beleibig viele Wiederholungs-TG in einem bestimmten Zeitrahmen durchführen lassen, differieren die errechneten Daten und die Realität mit der Anzahl der Wiederholungs-TGs zunehmend. Für den ersten Deko-TG sind deshalb die Modelle daher deutlich sicherer als für den 2+x-ten Wiederholungs-TG, auch wenn es sich dabei um sog. "Nullzeit-TG" handelt. Siehe auch hier .

F: Wie kann ich die Dekompressionsphase verkürzen?

A: Nicht ohne technischen Aufwand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

1. Als Tauchgas eines verwenden, das einen geringeren Inertgas- dafür aber einen hohen Sauerstoffanteil hat (z. B. Nitrox).
2. Während der Dekompressionsphase ein Atemgas mit hohem Sauerstoffanteil verwenden, z. B. Nitrox mit 80% O 2 oder reinen Sauerstoff.

F: Lohnt sich der Aufwand für eine Nitrox- oder Sauerstoffdekompression?

A: Nein, es sei denn man hat sehr lange tiefe Tauchgänge hinter sich, die Dekompressionzeiten > = 30 Minuten erfordern. Für TG in Bereiche von 50 bis 70 Metern max. Wassertiefe und Grundzeiten im Bereich bis max. 15 min. sind die Dekompressionszeiten mit Pressluft im praktikablen Bereich (ausreichender Luftvorrat und keine Probleme mit Auskühlung vorausgesetzt).

F: Worin liegen die Unterschiede der Tabellen Deco92 und Deco2000?

Die Unterschiede in den Dekompressionszeiten sind gering, jedoch hat die Deco 2000 deutlich kürzere Flugverbotszeiten. Bei der Deco 2000 werden weiterhin für einige Tiefen-/Zeitenkombinationen die Dekozeiten anders verteilt. Die Tendenz geht dahin, die Dekompressionsphase auf einer tieferen Stufe zu beginnen und dafür die flacheren Stufen geringfügig abzukürzen. Dies geschieht aus der Absicht heraus, die Bildung von Mikrogasblasen zu verringern.

F: Warum muss ich beim Tauchen in Bergseen länger dekokmprimieren?

A: Der Umgebungsluftdruck in der Höhe ist geringer als auf Meereshöhe. Nach dem Verlassen des Wassers wirkt nur noch dieser geringere Luftdruck auf den Taucher. Dadurch kann es (wie in einem Verkehrsflugzeug auch) zu dem Problem kommen, dass der Umgebungsdruck zu gering ist, das verbliebene gelöste Inertgas in den Geweben des Körpers zu halten. Die Folge wäre eine Dekompressionskrankheit. Daher muss der Taucher bereits im Wasser soweit entsättigt werden, dass das Inertgas in seinen Geweben auch unter dem geringeren Umgebungsdruck in diesen Geweben gehalten werden kann und keine Gasblasen auftreten.

F: Früher hat man beim Bergseetauchen einfach die normale Dekotabelle verwendet und einen Tiefenzuschlag gegeben. Ist das sinnvoll?

A: Nein. Dieses Verfahren führt zwar ebenfalls zu längeren Dekompressionszeiten, es ist aber nicht exakt, weil die verschiedenen Kompartimente des Körpers und deren Sättigung mit Inertgas nicht exakt abgebildet werden. Es liegt beim Tauchen in der Höhe schließlich keine höhere Inertgasaufladung vor, was einem Tiefenzuschlag entsprechen würde, sondern ein vermehrtes Bestreben des Inertgases, die Gewebe schnell zu verlassen, da der Umgebungsdruck gering ist. Dies ist mathematisch nur exakt abzubilden, wenn man Berechnungen verwendet, die den geringeren Umbgebungsdruck beim Verlassen des Wassers (also am Ende der im Wasser stattfinden Dekompression) mit einberechnen.

F: Im Urlaub mache ich manchmal 5 Tauchgänge am Tag. Nun hat mir jemand erklärt, dass das ungesund sei. Stimmt das?

A: Ja. Sogar sehr ungesund. Bei dieser Art des Tauchens sättigen sich besonders die Körpergewebe, die lange Halbsättigungszeiten besitzen, wie z. B. Knochen, Knorpel und damit die Gelenke mit Stickstoff auf. Die Stickstoffaufladung dieser langsamen Gewebe nimmt in der Folge mit jedem Tauchgang zu und kann in den Oberflächenpausen nicht signifikant verringert werden. Da die langsamen Gewebe das Inertgas auch nur sehr langsam abgeben, steigt die Aufladung mit Stickstoff im Laufe der folgenden Zeit permanent an. In bestimmten Fällen kommt es dann (meistens am 2. oder 3. Tag) zu Symptomen der Dekompressionskrankheit Typ I, insbesondere wenn andere Risikofaktoren hinzukommen.

Unsinnig, ja nachgerade dumm, ist in diesem Zusammenhang auch die Argumentation "Das habe ich viele Jahre so gemacht und mir ist nichts passsiert". Erstens ist diese Aussage zutiefst unwissenschaftlich, da das, was für einzelne Personen gilt, für ein großes Kollektiv nicht gelten muss. Zweitens ist über die Spätfolgen eines solchen Verhaltens wenig bekannt. Betrachtet man allerdings tauchmedizinische Breitenstudien (z. B. Reul et. al.), kann man ein derartiges Tauchverhalten zumindest nicht als risikolos bezeichnen.

F: Kann mein Computer das nicht berechnen?

A: Nein. Nicht exakt. Der Computer berechnet eine Entsättigung anhand theoretischer Modelle . Diese Modelle sind relativ genau, solange nur wenige Tauchgänge pro 24 h Periode unternommen werden (max. 2 TG/Tag). Ab einer bestimmten Anzahl von Wiederholungstauchgängen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wird die Entsättigung zunehmend durch die Inertgasabgabe selbst gestört. Mit anderen Worten: Die Entfernung des Stickstoffes aus dem Körper verlangsamt sich, weil der zu entfernende Stickstoff die Gasabgabe in der Lunge blockiert. Es kommt zu einer teilweisen Blockade der Lungenbläschen durch Mikrogasblasen und damit zu einem reduzierten Gasaustasch.

Andere Dinge wie Austrocknung des Körpers tun ein übriges. Die Entsättigung kann also primär deshalb nicht mehr exakt kalkuliert werden, weil der Computer und das Rechenmodell nicht alle Rahmenbedingungen kennen können, denen der Taucher unterliegt.

F: Was bedeutet der Begriff "isobare Gegendiffusion"?

A: Isobare Gegendiffusion bezeichnet eine Problematik, die auftreten kann, wenn beim Tauchen auf einer bestimmten konstanten Tauchtiefe oder Dekompressionstufe (isobar = gleicher Druck) von einem Atemgas auf ein anderes gewechselt wird. Dies insbesondere deshalb, weil andere Inertgaskomponenten andere Diffusionsgeschwindigkeiten haben als der in der Luft enthaltene Stickstoff. Helium, das beim sog. "Mischgastauchen" verwendet wird, hat z. B. eine um den Faktor 2,63 höhere Diffusionsgeschwindigkeit als Stickstoff. Die mögliche "isobare Gegendiffussion" ist daher primär relevant beim Tauchen mit verschiedenen zeitlich abwechselnden Inertgasen.

Beim Mischgastauchen ist dies zum Beispiel dann der Fall, wenn beim Abtauchen von einem Gas mit einer hohen Stickstoffraktion (wie z. B. Luft oder nitrox) auf ein Gas mit einer geringen Stickstoff- dafür aber mit einer hohen He-Fraktion gewechselt wird (Trimix).

In diesem Falle (Wechsel von Nitrox/Luft-Gemisch auf Trimix mit He-Anteil) besteht nun rein theoretisch die Problematik einer übermäßigen Inertgasspannung in den Geweben. Dies begründet sich deshalb, weil Helium schneller in die Gewebe eindiffundiert als Stickstoff abgegeben wird. Jetzt kommt es zumindest zeitweise zu einer theoretisch erhöhten Inertgasaufladung des Gewebes und damit bei gegebenem konstantem Umgebungsdruck zu einer Übersättigung..

Wissenschaftlich belegt ist die praktische Relevanz dieser Problematik jedoch nicht, was auch damit zu tun haben dürfte, da dieser Gaswechsel in die Abtauchphase fällt und sofort nach dem Gaswechsel eine weitere Druckzunahme auf den Körper einwirkt, was die Gasüberspannung im Gewebe im Vergleich zum Umgebungsdruck herabsetzt. Dabei hat man nun jedoch strenggenommen keine "isobare" Situation mehr, da ja eine weitere Druckzunahme zu beobachten ist.

F: Was sind M-Werte?

A: Diese Bezeichnung geht auf den amerikanischen Dekompressionsforscher Workman zurück. Sie sind ein Synomym für die Bühlmannschen Übersättigungstoleranzen der Gewebe.

F: Was sind reverse Tauchprofile und welche Dekompressionsregeln ergeben sich?

A: Ein reverses (inverses) Tauchprofil bedeutet, dass der Wiederholungstauchgang nach einen Ersttauchgang tiefer als dieser ist. Welche Dekompressionsprobleme ergeben sich daraus?

Im Wesentlichen bestimmt die angenommene Dekompressionstheorie, die der Dekompression zugrunde gelegt wird, welche Implikatiomem sich ergeben. Die bekannte Aussage "tiefster TG zuerst" stammt absurderweise aus einer Zeit, als Gewebemodelle (Haldane et. al.) die hauptsächlich verwendeten waren. Es gibt interessanterweise im Gewebemodell aber keinen Grund, warum die vorher zitierte Aussage gelten soll. Dies wird erst bei den Blasenmodellen (VPM, RGBM) nachvollziehbar, weil hier das Tauchprofil Blasengröße und -aufkommen beeinflusst.

Gewebemodelle definieren Inertgasspannungen im Gewebe und gleichen anhand errechneter oder ermittelter Übersättigungstoleranzen die tolerierte Gasspannung ab. Ein Bezug zum Tauchprofil (sieht man mal von der Tatsache ab, dass Inertgasaufsättigung der Gewebe u. a. eine Funktion des Tauchprofiles ist) kommt hier nicht vor.

Die Erklärung ist die, dass man früher, zumindest partiell, davon ausging, dass eine Rekompression von sich nach der Dekompression noch in den Geweben (respektive dem Blut) befindlichen Inertgas(mikro)blasen auf einen höheren Umgebungsdruck ein Einschwemmen dieser dann komprimierten Blasen in kleinste Kapillargefäße befördern würde. Dies sollte verhindert werden.

Wenn man jedoch Blasenmodelle heranzieht, die definieren, dass Blasen unterhalb eine sog. "kritischen Radius" auch bei der Dekompression keine Ausdehnung erfahren, kann man ableiten, dass bestimmte Gasblasen, deren Radius nämlich klein genug ist, dadurch stabil bleiben. So betrachtet ist die vorstehend ausgeführte, "historische", Erklärung ad absurdum geführt.

Zieht man nochmals Blasenmodelle heran, sieht der Sachverhalt so aus, dass das Tauchprofil die Blasenbildung beeinflusst. Schnelle Abstiege und langsame Aufstiege führen beispielsweise zu kleineren Blasen als z. B. Jo-Jo-TG.

In einem Text von Yount et. al. wird ausgeführt, dass vor dem Hintergrund der Blasenbetrachtung, der tiefste Punkt eines Tauchgangs oder eben eines Tauchgangspaares zuerst aufgesucht werden sollte. Dadurch erhält man den maximalen Druck, der auf die entstehenden Gasblasen einwirken kann, so dass diese auf ihren minimalen Radius zerkleinert werden können. Kleine Blasen sind vor dem Hintergrund dieses Modelles anzustreben, da sie bei der Dekompression wegen ihres spezifischen Radius, der nun kleiner ist als ein zu definierender "kritischer Radius", ihr Volumen bei der Dekompression nicht vergrößern, da die Kraft Oberflächenspannung der Blase in Verhältnis zur expansiven Kraft ihres Inhalts, dies verhindert.

Weiterhin führt Yount aus, dass für den Fall, dass zwei Tauchgänge nacheinander ausgeführt werden sollen, die Blasenlast des ersten den zweiten mitbeeinflusst. Je größer diese ist, desto größere Einflüsse für den Wiederholungstauchgang ergeben sich. Da die Blasenproblematik mit der Zeit der Oberflächenpause abnimmt, werden die Einflüsse jedoch im Laufe der Zeit geringer. Daraus ergibt sich, dass der erste Tauchgang die höhere Belastung darstellen sollte.

Das nächste Problem betrifft die Blasen, die nach der Dekompression nach dem ersten Tauchgang im Körper verbleiben. Sie stabilisieren sich und dienen für die Blasen des zweiten Tauchganges als eine Art Kondensationskerne. Wenn der erste Tauchgang die Blasen durch einen hohen Umgebungsdruck "zerkleinert", bleiben auch beim zweiten Tauchgang weniger Blasen zurück, da das Aufkommen an freiem Inertgas insgesamt geringer ist.

In der Praxis bedeutet dies für umgekehrte Tauchgangsprofile:

  • Tiefsten Punkt des jeweiligen Tauchganges zuerst aufsuchen.
  • Langsame Aufstiege.
  • keine abrupten, exzessiven Tiefenwechsel (sig. Jo-Jo-Tauchen ).
  • Sehr konservative Austauchphase.
Die ausschließliche Zulässigkeit reverser Tauchprofile nur bei der Durchführung von Nullzeit-Tauchgängen zu postulieren, wie man gelegentlich lesen kann, ist i. W. unsinnig, da einereits schlecht definierbar ist, wo die sog. Nullzaiet aufhört und die Dekompressionspflicht beginnt und sich auch bei einem NZ-Tauchgang durch ein ungeschickt gestaltetes Austauchprofil eine signifikante Inertgasblasenbelastung ergeben kann. Für Nullzeit- und dekompressionspflichtige Tauchgänge gelten die gelichen Regeln, wenn man die Gasblasenentstehung beim Austauchen so weit als möglich verringern will.

F: Was sind die 90er- und die 7er Regel?

A: Mit diesen einfachen Kopfrechenformeln bzw. Tabellen lässt sich die Nullzeit auf einer gegebenen Tiefe näherungsweise ermitteln:

90er-Regel

NZ = 90 - 2 x Tauchteife [m]

Beispiel: Nullzeit in 35m Wassertiefe = 90 - 2 x 35 = 20 min.

7er-Regel

Man setzt an: Nullzeit auf 50m WT = 0 min., auf 40 m = 7 min. Alle 10m höher wird die Nullzeit verdoppelt, also auf 30m: 14 min., auf 20 m: 28 min, auf 10m ist die NZ dann unendlich.
 

Stand:09.08.2002 

Peter Rachow

4 Kommentare 22.7.12 08:18, kommentieren

Werbung


Tauchen um die Eolischen Inseln (von Peter Rachow)

Mittelmeerfahrt mit der SY Florette nach Capri, Ischia und den Äolischen Inseln (Italien), August 2004 u Beginn des August 2004 brachen wir zu unserer inzwischen zweiten Reise mit der SY Florette durch das Mittelmeer auf. Die Route führte zunächst von Vibo Valentia auf dem süditalienischen Festland nach Capri, dann nach Ischia. Von dort ging es weiter nach Procida und Sorrent und dann wieder zurück nach Capri. Nach dieser ersten Woche wurden die Äolischen Inseln angefahren, die bereits bei unserer ersten Reise im Jahre 2000 besucht wurden. Zuerst Stromboli (auf der sich der gleichnamige Vulkan befindet), dann Panarea und danach Lipari. Weiter ging es nach Vulcano, dann - etwas ungeplant - wieder zurück nach Lipari, da ein Teilnehmer der Reise einen leichten Dekompressionsunfall erlitten hatte und ärztliche Versorgung brauchte. Zum Abschluss ging es dann noch einmal nach Panarea, von wo der letzte Teil der Fahrt startete: der Rückweg zum Festland bei Vibo.

Zur Geographie der Äolischen Inseln 

Die 7 großen und 11 kleinen Inseln dieses Archipels liegen ca. 25 bis 60 km nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer. Sie sind vulkanischen Ursprungs. Die wohl bekannteste Insel dürfte Stromboli sein, auf der sich einer der heute noch aktivsten europäischen Vulkane befindet. Andere bekannte Inseln sind Vulcano, Lipari und Salina. Von der Hauptinsel (Lipari) haben die Inseln auch ihren Zweitnamen, "Liparische Inseln". Die Italiener, die nicht auf Lipari wohnen, hören den aber nicht so gerne, so dass die Inseln in Italien "Isole Eolie o Lipari" heißen, womit wohl jedem gedient ist. Verwaltungstechnisch gehören die Inseln zu Sizilien.

Die Florette ist ein zweimastiges historisches Segelschiff, das in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als Marmorfrachter in Dienst gestellt wurde. Nach zahlreichen Um- und Einbauten dient es heute als Touristenschiff, das im westlichen Mittelmeer kreuzt. Das Schiff ist in einem guten Zustand, verfügt über einen Motor, der ihm eine Geschwindigkeit von 5 bis 7 Knoten verleiht, und ist ausgestattet mit der heute gängigen Infrastruktur wie einem Generator für 230 V Spannungsversorgung (der tagsüber und abends insgesamt ca. 16 bis 20 h pro Tag läuft, bei Nachtfahrten auch rund um die Uhr), mehreren Duschen und Toiletten. Auch die üblichen nautischen Hilfsmittel sind vorhanden: Radar, Echolot, GPS-Navigation, etc. Für den Transport der Taucher stehen zwei Schlauchboote mit ausreichender Motorisierung zur Verfügung. Das größere der Boote ist mit Echolot ausgestattet, so dass die Taucher genau über der gewünschten Tiefenlinie in das Wasser gelassen werden können.

Die Gäste wohnen in Doppel- oder Dreierkabinen unter Deck. Leider ist der Komfort der Kabinen - auch durch die Bauart des Schiffes bedingt - sehr gering. Sie sind sehr klein, verfügen über keine Klimaanlage oder wenigstens einen Ventilator und sind daher bei den hohen Temperaturen im Sommer nachgerade unerträglich heiß. Die höchste Temperatur, die wir messen konnten, betrug 36°C in der Kabine. Auch nachts fällt die Temperatur selten unter 28°C, da sich auf Grund der Tatsache, dass die einzige Möglichkeit der Belüftung ein relativ großes Oberlicht ist, die Hitze in der Kabine staut. Schlafen in der Kabine wird dadurch höchst problematisch. Nach kürzester Zeit schwimmt man auf seiner Schaumstoffmatratze im eigenen Saft und ringt nach Luft. An Durchschlafen war kaum zu denken. Prinzipiell besteht zwar die Möglichkeit, die Nacht auch an Deck zu verbringen, doch stellt sich hierbei angesichts von mehr als zwanzig Personen an Bord zum einen ein gewisses Platzproblem, wenn alle an Deck schlafen wollten, und zum anderen ist die gesamte hierfür benötigte "Ausrüstung" von zu Hause mitzubringen: (nach Möglichkeit gepolsterte) Iso-Matte, da es keinerlei Schaumstoffmatten als Unterlagen an Bord gibt, sowie ein Wasser abweisender Schlafsack, da es im Morgengrauen dann doch nass-kühl wird, die Verwendung des Bettzeugs aus den Kabinen (deswegen) an Deck aber nicht gestattet ist.

Es wurden täglich Frühstück, Mittag- und fallweise Abendessen angeboten (ca. jeden zweiten Tag wird an Land gegessen, da wir für eine Woche Voll- und für eine Woche Halbpension gebucht hatten). Das Essen ist gut, abwechslungsreich und naturgemäß (es müssen über 20 Personen auf einmal verpflegt werden) eher einfach gehalten.

An Bord gibt es Getränke zu kaufen, der Verbrauch wird in eine Strichliste eingetragen. Die Preise sind sehr hoch. So kostet eine 0,5 l-Dose Getränk (Pepsi-Cola, Orangenlimonade, Bier) 2,60 € (mehr als 5 DM nach alter Währung!). Eine 2-Liter-Flasche Mineralwasser schlägt mit 1,80 € (ca. 3,50 DM) zu Buche. Die Einkaufspreise der jeweiligen Artikel liegen übrigens deutlich niedriger. Schaut man im "Alvi"-Markt in Vibo nach (dem Hafen, von wo aus das Schiff ablegt), in dem u.a. die erwähnten, an Bord erhältlichen Getränkeartikel angeboten werden, so kostet dort die identische Orangenlimonade 0,40 €, Pepsi-Cola 0,42 € und das Bier (Tuborg) 0,75 € pro Dose. Mineralwasser ist im Discounter für 0,30 € je Flasche im 6er-Pack im Angebot. Die Preise auf der Florette liegen demnach zwischen dem 3 1/2- und dem 6-fachen (!!) des Einkaufspreises. Dies ist meiner Meinung nach auch unter nötiger Berücksichtigung des Belieferungsaufwands nicht gerechtfertigt. Des Weiteren war auch der Kaffee, der außerhalb des Frühstücks getrunken wurde, extra zu bezahlen (0,80 € pro Tasse bzw. eine bestimmte Pauschale für den ganzen Urlaub), was dann doch einigermaßen kleinlich wirkt, insbesondere, wenn man bedenkt, dass für die gesamte 2-wöchige Kreuzfahrt bereits ca. 1600,- € pro Person inkl. Tauchpaket (20 TG) entrichtet werden müssen. So fallen am Ende der Reise erhebliche Zusatzkosten an. Eine 4-köpfige Familie bezahlte beispielsweise 300,- € alleine für die Getränke an Bord.

Tauchen

Das Tauchen war letztendlich der positive Aspekt der Reise. Unvergleichliche Tauchplätze, mit die schönsten Tauchgänge, die man machen kann. Und man kann sie so gestalten, wie man es selbst für richtig hält. Da es an Bord keine Diveguides gibt (was aber nicht bedeutet, dass sich nicht doch die allfälligen Wichtigmacher fanden, davon aber später mehr) wurden die traditionellen Vorgehensweisen des Tauchsports angewendet: individuelle Tauchgangsplanung, eigenverantwortliches Tauchen in 2er- oder 3er-Gruppen bzw. bei Bedarf auch Solotauchen. Die Tauchbedingungen sind also für Sporttaucher, die Tauchen ohne die heute übliche Gängelung suchen, fast ideal.

Die Tauchplätze waren reich an stark diversifizierter Flora und Fauna. Es handelte sich i. W. um Steilwände oder steile Abfälle mit Neigungen von über 45°. Die Tauchtiefen lagen i. d. R. zwischen 60 und 80 Metern, wobei es innerhalb der anwesenden Gruppe aber auch einzelne Komiker gab, die sich absichtlich vom Schlauchboot über völlig uninteressanten Sandflächen bei 90 bis 100 Metern Wassertiefe aussetzen ließen, um notfalls eben auch 'gewaltsam' auf den nötigen N 2 -Partialdruck zu kommen. Derlei "Notabstieg" habe auch ich mir einmal, allerdings eher zwangsweise, vor Sorrent angetan, als der Abwurfpunkt vor der Küste nämlich zu weit entfernt von der Uferlinie war und ich dann auf der 84 m-Linie landete und dort infolge schlechter Sicht und eines völlig konturlosen Sandbodens satt in einer vermutlich sehr lustig aussehenden Staubwolke aufschlug. Ha, ha! Immerhin ein guter Gag, aber einigermaßen unergiebig und daher als dauernde Methode, einen Mittelmeertauchgang zu beginnen, aus meiner Sicht eher weniger erstrebenswert.

Die Tauchzeiten betrugen aufgrund der langen Dekompressionsphasen immer mehr als 60 Minuten. Die Tauchflaschen werden mit einem Bauer-Kompressor gefüllt, der sich im vorderen Bereich des Schiffes befindet. Der Fülldruck der Tauchflaschen war bei meinen Flaschen immer ca. 220 bar.

Tauchergruppendynamik

Eine der Begleiterscheinungen bei solcherart Gruppenreise ist, dass man Leute, die man vorher in der Mehrzahl der Fälle allenfalls aus der Distanz kannte (i. e. ausschließlich durch das Internet und auf Basis ihrer dort veröffentlichten Beiträge), hier durch das zweiwöchige Zusammenleben auf engstem Raum zwangsläufig näher kennen lernt. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Und so stellt der geneigte Reisende dann plötzlich fest, dass der eine oder andere vorher durchaus nicht unsympathische Mensch sich unversehens als ziemlich nervtötender Zeitgenosse entpuppt.

Derlei Findungsvorgänge geschehen dann insbesondere vor dem Hintergrund der üblichen gruppendynamischen Prozesse, bei denen Individuen den für sich selbst als angemessen angesehenen Platz in der Gruppe von eben dieser einfordern. Da gibt es dann die "Anführer", die "Adjutanten", die "Kritiker", die die gewünschte Autorität des Anführers unterlaufen, und die schweigende Masse. Sie lesen hier übrigens gerade den Beitrag des "Kritikers". ;-))

Besonders wichtig sind demnach die "Anführer", die ganz oben in der Hierarchie stehen (wollen). Ein besonders krasses Beispiel, wohin die notwendigen Profilierungsversuche auf dem Weg zur Spitze der Gruppe führen können, war denn auch ein Mittaucher, der in der entsprechenden Newsgroup gerne durch langatmige Beiträge auffällt, in denen er durchweg liberale Positionen vertritt (gegen Diveguides, gegen Bevormundung jedweder Art, für Eigenverantwortung, für das fallweise ausgeübte Recht auf Selbstgefährdung beim Tauchsport, etc.), sich dann aber in der Wirklichkeit zum Chef an Bord aufzuschwingen versucht, der als Kombination aus Gruppenführer, Hilfskapitän und Alleswisser zu allem und jedem (notfalls auch zur Konstruktion von Bassgitarren-Verstärkern ) eine – und zwar die stets richtige! - Meinung hatte, die er dann auch ständig kundtun und dabei das letzte Wort behalten musste, selbst wenn er sich dabei im Ergebnis allenfalls durch fehlende Sachkenntnis profilierte. Er fiel meiner Partnerin und mir bereits nach wenigen Tagen insbesondere dadurch auf, dass er durch ständige ebenso altkluge wie weitgehend sinnfreie Ratschläge den anderen Mitreisenden deutlich machen wollte, über welchen seemännischen (schließlich machte er die Reise zum x-ten Male) und taucherischen Erfahrungsschatz (er ist immerhin praktizierender Urlaubstaucher!) er verfüge und was andere doch alles noch von ihm lernen konnten. Derlei Verhalten ist natürlich besonders dazu geeignet, von den anderen Mitgliedern einer Tauchgruppe die Meinungsführerschaft zugesprochen zu bekommen.

Wie weit Anspruch und Wirklichkeit in diesem speziellen Falle aber dann doch auseinander lagen, wurde an schönen Beispielen deutlich. Eines davon: Eben jene Person, die sich wohl für den Tauchmeister par excellence zu halten pflegt, hatte keine Probleme, die Tatsache, dass ein Mittaucher (namentlich der Autor dieses Textes) das ankerlos treibende Schiff am Ende des Tauchgangs antauchte, um an Bord zu gehen, lautstark als immer, unter allen Umständen und ausnahmslos hochgradig gefährlich und verantwortungslos (insbesondere dem Schiffsführer gegenüber) anzugehen. Dass der Autor seine Entscheidung im konkreten Fall aber gerade deswegen so und nicht anders getroffen hatte, weil das Schiff hier in geringer Entfernung bei offensichtlich völlig ruhiger und strömungsfreier See ortsfest vor sich hin dümpelte und auch keinen Anlass hatte, sich von dort wegzubewegen, weil es auf das Schlauchboot wartete, das gerade ein Häuflein der übrigen Taucher aufsammelte, wurde ganz im Sinne der sonst doch immer so vehement kritisierten generalisierenden Sichtweise der Dinge gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Denn genau da liegt die Krux. (Vordergründige) Liberalität und der Satz "Das tut man nicht" passen eben nicht zusammen. Es stellt sich also die Frage: warum hat der Herr eigentlich so derartig panische Angst vor dem Anschwimmen des (sein Lieblingswort) "treibenden Schiffes"? Nun, irgendwann wird er mal "gerlernt" haben (also vom Hörensagen erfahren haben) dass, "man" das eben nicht tut.

Exkurs: Warum stirbt man zwangsläufig bei solch einer Aktion? Versuchen wir, auf diese Frage eine Antwort zu finden und machen ein Gedankenexperiment. Stellen wir uns die Situation also zuerst einmal vor. Der Kahn (fast 40 Meter lang, eine Masse wie mindestens eine Diesellokomotive, wahrscheinlich mehr, und ausgerüstet mit einem schwachen Antrieb) treibt bei völlig ruhiger Wassseroberfläche strömungs- und damit bewegungslos dahin. Ein Mensch befindet sich im Wasser am vorderen Ende des Bootes wo sich der Einstieg mit Leiter befindet. Es sei, so argumentierte der Obertaucher, gefährlich, weil man nun von der Schraube des Schiffes zerstückelt werden könnte. Stimmt. Man kann grausig zerfetzt werden. Wenn man 20 Meter zum Heck schwimmen und dann noch mal 2 m untertauchen würde und sich zügig in die Mitte des Rumpfes begeben würde, ja, dann könnte man tatsächlich in die Schraube geraten. Wenn die sich denn drehen würde und der schwimmende Mensch so exorbitant blöd wäre, zum Heck zu paddeln. Dann hätte er es aber wirklich nicht besser verdient. Oder, andere Möglichkeit, man könnte vom Rumpf des Schiffes, das sich unversehnds auf einen zu bewegt, gaaaanz schlimm "zerquetscht" werden? Geht das? Hier hilft uns die Physik. Wir wissen: Ein Schiff hat eine große Masse und ist daher träge. Der Taucher hat eine kleine Masse und ist daher beweglich (nicht besonders träge). Das Schiff komme nun auf den Taucher zu. Der Taucher wird nun mitnichten zermalmt (wogegen denn auch) sondern sanft weggeschoben (große Masse gegen kleine Masse), wenn er sich nicht selber vom Schiff absößt (was die natürliche Reaktion wäre). So etwas habe ich tatsächlich mal am Bodensee (üb)erlebt, als das Tauchschiff, das mich wieder an Bord nehmen sollte, auf mich zukam und mich touchierte, einfach weil der Kapitän unaufmerksam war. Ich habe überlebt, wenn auch nur knapp ;-). Also auch Blödsinn. Dritte Möglichkeit: Ein anderes Schiff erscheint (woher denn ist eine andere Frage, eventuell ja der "fliegende Holländer" und man wird zwischen beiden Booten eingeklemmt. Eingeklemmt zwischen Rümpfen, von denen zumindest einer an der Bordwand nicht senkrecht geschnitten (wie ein modernes Frachtschiff z. B.) ist so dass immer ein Hohlraum knapp oberhalb der Wasseroberfläche verbleibt? Und wenn nicht? Na und, dann taucht man halt in Gottes Namen ab. Schließlich ist man Taucher und kein Schwimmer. Fazit: Alles Blödsinn in der konkreten Situation. Dummschwatz und Wichtigmacherei eines profilierungssüchtigen Hobbykapitäns eben.

Apropos "profilierungssüchtig". Spannend war auch, was ungezählte "Experten" (meistens Hobbykapitäne und solche, die es werden wollen) in der Newsgruppe de.rec.sport.tauchen zu dem Thema beizutragen wussten. Brrrr, schüttel! Einzelheiten erspare ich mir und Ihnen, kann aber zumindest soviel sagen, dass hier mal wieder eine bunte Mischung aus Moralin in erhöhter Konzentration ("mit Dir will ich nie auf einem Schiff sein!", äußerst gewagten Unterstellungen, sehr dürftig belegten Hypothesen, gekonnt rekapituliertem Hörensagen, "realen" (oder eben das, was man im Einzelfalle als "real" ansieht) Alltagserfahrungen gepaart mit der üblichen Fabulierwut der Netztaucher zu einer schönen aber letztlich schwer verdaulichen Melange angerührt wurde. Nach 3 Tagen konnte ich mir das unsägliche Geschreibe leider nicht mehr antun und habe die Gruppe deabonniert.

Kommen wir zurück zur Person des "Obertauchers" und potenziellen Gruppenanführers. Denn auch wenn er selber das Verhalten anderer kritisierte so war er mitnichten das entsprechende Vorbild, denn plötzlich zeigte dieselbe Person nur wenige Tage später ein herausragendes Beispiel an Verantwortungsbewusstsein, als sie sich nach einer Nacht mit, wie es Mediziner schön umschreiben, "exzessivem Alkoholkonsum", der bis in die frühen Morgenstunden dauerte (die Teilnehmer an dem ausgedehnten Umtrunk sahen beim Frühstück daher allesamt heftig angeschlagen und wenig tauchtauglich aus) mal eben am Vormittag alleine ohne Tauchpartner auf eine Wassertiefe von 90+ Metern versenkte. Das mit dem fehlenden Tauchpartner geht ja noch in Ordnung, wer macht denn freiwillig so einen hochgefährlichen Schwachsinn mit? Na ja, und das mit dem Tauchen in Zustand der Trunkenheit mit Restalkohol im Blut darf man auch nicht immer sooo eng sehen, denn der Herr hat mal in der Taucher-Newsgroup die These vertreten, er sei bei 50 Metern mit einer Flasche Wein intus völlig klar im Kopf. Na dann: "Wohl bekomm's!" Die einschlägigen tauchmedizinischen Veröffentlichungen scheint er übrigens nicht zu kennen, denn die führen ganz andere Sachverhalte zum Thema "Tauchen unter Alkoholeinfluss" aus. Und damit dürften sich erhebliche Schwierigkeiten ergeben, die These zu belegen, auch mit einer gravierenden Menge Restalkohol im Blut nebst Schlafmangel tauche es sich ganz prima. Fazit: Soviel vorsätzlicher Leichtsinn und Unverstand schlägt nicht nur einem Fass den sprichwörtlichen Boden aus.

Dann fiel eben dieser Mensch auch noch dadurch auf, dass er nach einem längeren Tieftauchgang wohl erkennen musste, dass die Planung seines Luftvorrates (wenn es denn überhaupt eine gab) gerade wohl ziemlich heftig danebengegangen war. So musste er sich dann bereits für die tieferen Dekompressionsstufen unterhalb von 3 Metern Wassertiefe eine Zusatzflasche von Bord herunterreichen lassen, da sein eigener Luftvorrat für ein regelgerechtes Austauchen offenkundig nicht mehr ausreichend war. Er spielte diese gravierende taucherische Fehlleistung, die bekanntermaßen im ungünstigsten Falle in den Rollstuhl oder zumindest in die Druckkammer führen kann, dann abends beim Essen allerdings in gewohnt lässiger
Manier herunter. Schließlich ging es um sein eigenes Fehlverhalten, da ist man naturgemäß ja gerne mal etwas großzügiger, was aber nichts am Sachverhalt ändert. Wenn einem Taucher bereits bei den tieferen Dekostufen das Atemgas ausgeht und nicht erst in den letzten fünf Minuten – was schon unschön genug wäre –, sind wohl Fragen hinsichtlich der Fähigkeit angebracht, anspruchsvolle Tauchgänge sachgerecht zu planen und dann aber auch vernünftig durchzuführen. Mit wenig Luft in der eigenen Flasche regelgerecht auszutauchen oder fast ohne Luft am Dekoseil anzukommen sind halt zwei gänzlich verschiedene Paar Stiefel. Nicht gerade sehr vorbildhaft, die erste Alternative zu wählen.

Apropos "Vorbild": Wenig als Vorbild für junge (und auch alte ;-) ) Taucher geeignet ist wohl auch die Demonstration dieses Mittauchers, dass die exzessive Verwendung von Genussgiften nicht nur im Falle des Alkohols der taucherischen Betätigung mitnichten abträglich sei. So war auch der "blaue Dunst" entsprechend gefragt und es wurde nötigenfalls auch noch bis wenige Sekunden vor dem Einspringen in das Wasser genussvoll an einem Sargnagel gezogen. Wenn die Sucht ausreichend stark ist, wird der Rauchgenuss beispielsweise nach der eigenen Mahlzeit auch dadurch nicht weiter gestört, dass andere am Tisch noch ihre Nudeln löffeln. Die entsprechende Mengen an Kippen, die dabei dann pro Tag anfielen, wurden gerne ebenso profimäßig wie lässig direkt über die Reling ins Meer entsorgt. So viel Umweltbewusstsein und Mitdenken in ökologischen Fragen beeindruckt. Dafür darf man dann als Chef vom Dienst auch mal andere richtig abkanzeln. Schließlich zeigt man ja permanent, dass man "The leader of the pack" und damit ein wahres Vorbild unter und über Wasser ist.

Spannenderweise hatten dieser Herr Frey und sein Kumpel Berger (beides Kettenraucher der übelsten Sorte und sowas von notorisch unfit) ihre Tauchgangsplanung überhaupt nicht im Griff. Man sah sie gelegentlich bei Ende des Tauchgangs unter dem Boot hängen mit noch ordentlich Dekozeit auf der Uhr während man ihnen von oben volle Flaschen anreichte, weil in den mitgeführten der Innendruck fast auf 0 abgesunken war. Schlechte Taucher, die in der NG d.r.s.t aber stetig einen auf "dicke Hose" und "Tieftaucher" machen.

Gelernt habe ich durch das Beobachten von Menschen (und in diesem Falle trifft dies 100%ig zu), dass die Art der Selbstdarstellung in der wie auch immer gearteten Öffentlichkeit und die wirklich vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten einer Person sehr oft diametral entgegengesetzt sind. Anders gesagt: Je lauter einer dröhnt, desto weniger kann er i. d. R.. In einer Newsgroup kann man gerne und weitgehend widerspruchslos den tollen Taucher geben. Die Wirklichkeit zu bestehen ist da fallweise schon wesentlich schwieriger.

Der so vorbildliche 'Chef' hatte natürlich noch einen Adjutanten, der sich eilfertig darin ergab, ihm plichtschuldigst beizuspringen, während die Masse konsumierte. Aber der ist eigentlich ohne Relevanz. Abgesehen davon, dass der Adjutant seinen geglückten 108-m-Tauchgang abends zuvor mit einer Flasche Sekt an Bord feiern musste und uns endlich mal einen "Grund" zum Feiern lieferte. Da konnte man mal live und in Farbe erleben, wie sich physisch ausgewachsene Männer im Stile 18-jähriger postpubertärer Bürschchen generierten und das Spiel "Wer hat den Längsten?" statt mit dem Durchmesser des Auspuffs ihres getunten Golf GTi mit den Meterangaben auf ihren Tauchcomputern spielten. Und das war dann nur noch peinlich.

Was es sonst noch gab...

Ein Tauchunfall

Während der Reise war ein leichter Fall von DCS I zu verzeichnen. Die betreffende Person machte am Nachmittag einen Wiederholungstauchgang vor Vulcano bei Testa grossa ("Dicker Kopf" in eine maximale Tiefe von 70 m mit 14 Minuten Grundzeit und entwickelte sofort nach dem regelgerechten Austauchen dennoch Gelenkschmerzen im Arm und rote Flecken im Bauchbereich. Sie wurde dann zunächst an Bord mit normobarem Sauerstoff versorgt, der bereits Linderung brachte, und anschließend von der Küstenwache in Begleitung eines weiteren Tauchers und mir in das Krankenhaus von Lipari gebracht, wo bereits eine einzige Druckkammerfahrt ein völliges Verschwinden der Symptome erbrachte. Nach einer Nacht zur Beobachtung und einer weiteren kurzen Fahrt in der Rekompressionskammer wurde der Taucher tags darauf gegen Mittag wieder an Bord genommen.

Exkurs zu "Testa grossa": Dieser Tauchplatz wird des Weiteren auch einer Taucherin in denkwürdiger Erinnerung bleiben, die man als gut geübt und hinreichend erfahren bezeichnen kann. Jedenfalls macht sie pro Jahr ca. fünfmal so viele Tauchgänge wie mancher Obertaucher. Sie und der später verunfallte Taucher kamen beim ersten TG des Tages nämlich ein wenig vom Kurs ab, landeten dadurch hinter einem Felsen außerhalb des Sichtbereichs der Florette und mussten sich daher 'per Anhalter' mit einem anderen Schlauchboot zur Florette zurückfahren lassen. Eigentlich ja alles gar kein Problem. Von den anwesenden Obertauchern wurde dieser kleine Lapsus später jedoch nichtsdestotrotz sehr gerne, lang anhaltend und vor allem entsprechend hämisch und süffisant kommentiert. Denn schließlich machten solche Herren ja immer alles richtig, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Und Fehler (reale oder vermeintliche) machen vor allem Spaß, wenn andere sie machen.

 

 

1.6.12 23:49, kommentieren

Archiv der Gästebucheinträge von peter-rachow.de (Peter Rachow)

Name: Tuttle Eingetragen am 10.10.2013 um 13:41:12
Homepage: -
Auch wenn der Weg dahin lang und steinig ist so lohnt sich der Besuch in die Bucht.

Nur, macht nicht den Fehler und kehrt im Hotel Joncols ein. Das Wort Wucher ist noch zu schwach.
€ 13,00 für einen Brandy
€ 25,00 für ein Buffet welches den Namen nicht verdient.
€ 5,50 für Fritten die so eckelig waren dass sie liegen geblieben sind.
€ 3,00 dafür dass Besteck auf dem Tisch liegt

Ein Monopol zu haben ist ja OK und etwas mehr Geld dafür zu verlangen auch, aber ein Essen zu servieren welches jede Frittenbude um die Ecke besser kann ist unverschämt.

Name: wim menzo Eingetragen am 23.05.2013 um 10:48:07
Homepage: -
Liebe Herr Rachov

Iche habe mit viel Interesse deine Verhandlung\\\\\\\"Der Selbstbau von Funkgeräten mit kleinen Sendeleistungen\\\\\\\"gelesen.

Es hat mir sehr gefallen wie Sie das \\\\\\\"Warum\\\\\\\" oder \\\\\\\"Wieso\\\\\\\" erlkert haben.

Ich möchte dein Beitrag immer wieder lesen und mit nehmen nach meine Bastelecke.
Gibst ein Möglichkeit dein Lehrstück printbar zu bekommen. Zum Beispiel in PDF, Doc, Epub

Im Voraus herzlichen Dank

Mit freunliche Grüsse

wim menzo

Hallo Wim Menzo,

leider habe ich kein fertiges PDF. Aber Du kannst einen PDF-Drucker installieren und die Webseiten dann selbst als PDF ausdrucken (Tipp: PDF-Creator24). Alternativ kann das Buch bei mir bestellt werden.

Viele Grüße


Peter Rachow

Name: Henry G. Eingetragen am 14.05.2013 um 15:23:09
Homepage: -
Umgang im TN und Ausbildung
Abgesandt von blues-indianer am 14.05.2013 - 12:36:

Hallo,
ich heiße Henry und bin hier im TN sowohl auf interessante Beiträge gestoßen, bin aber auch schockiert über den Umgang einer TN-Nutzer untereinander hier im Forum. Aufgefallen ist mir, dass in div. Beiträgen (bitte um Nachsicht, dass ich nicht die allgemein gefälligen, angloamerikanischen Üblichkeiten wie "user", posts" usw. benutze) sowohl ausrüstungs-, ausbildungs- und technikbezogene Kommentare zT übel kommentiert werden. In Autotuning- oder Fußball-Foren würde mich das ja nicht überraschen, aber hier...???

Anlass meiner Meinung hier sind Beiträge über oder an Peter Rachow, sowie eigene Ausbildungserfahrungen. Da ich hier (im TN) neu bin, habe ich das unter "Verschiedenes" ge"postet"... huch, jetzt is mir doch einer rausgerutscht... so, geht los:


Hallo Peter ,
mein Name ist Henry. Vielleicht liest du das ja mal, eine PN (via TN) konnte ich dir nicht zusenden (verstehe inzw. aber, warum). Ich habe erst letzten Sonntag auf der IT-Suche nach Dekompressionsthemen deine HP gefunden, und auch Beiträge von dir hier auf TN gelesen.

Ich muss sagen, dass mich einerseits deine HP sehr interessiert hat und ich bisher zahlreiche deiner Artikel bzgl. Tauchen gelesen habe, andererseits schockiert bin, auf welch grausigem Niveau in TN gegen dich persönlich (nicht sachlich!) geschrieben, polemisiert und massiv beleidigt wurde und wird.

Gerade die Ereignisse bei ORCA Safaga (und anderen Destinationen), wo ich schon einmal war, als auch gewisse Nadelstiche bzgl. schlechter Ausbildung eines amerikanischen Franchise-Unternehmens, in denen es tatsächlich nur noch darum geht,Taucher dahingehend "auszubilden", dass sie sich nicht gleich beim 3. TG selbst umbringen, nachdem sie satte Dollars abgeliefert haben, finde ich von dir vollkommen richtig apostrophiert. Manchmal muss man die Dinge auch beim Namen nennen, denn die Realität taucherischer Erlebnisse und Fähigkeiten sind zT erschreckend! Ich habe es selbst durchlaufen und bin gerade dabei, mich anderweitig zu orientieren.

Sowohl bei meiner OWD-Prüfung, als auch bei meiner RD-Ausbildung haben Kandidaten nicht mal die Multiple-Choice-Fragen richtig ankreuzen können, geschweige denn, Sie hätten die Antwort als Freitext aufschreiben können. Man hat während der theoretischen Prüfung munter untereinander geplappert, bis sich alle in der Runde einig waren, welche Antworten nun richtig sein müssten (nach dem Motto: Den größten Schwachsinn schließen wir mal aus [zB Luft enthält 75% Sauerstoff], dann bleibt evtl. 50/50 übrig, da wird dann schon was Passendes dabei sein)!

Ein RD-Kandidat hat sich in einer tauchpraktischen Übung- nachdem er mir [leider, wie sich bald herausstellte] zugewiesen wurde- bei einer Übung geweigert, seine als vermisste Frau inszenierte Übung (110° NO, ca. 35m, wird uW vermisst) geweigert, das erreichte Gebiet mit den "als Möglichkeit in Betracht zu ziehenden" Mustern abzusuchen (die Ausrüstung des "Opfers" lag auf einer uW befestigten Plattform, die Person war nicht "anwesend". Er stieg alleine auf, beendete die Übung und flosselte üW zurück. Die spätere Erklärung: "Meine Frau war ja eh nicht mehr da"! (ihre Ausrüstung wurde während unseres Briefings*** von Teichmeister/Anwärtern dort hin verbracht). *** Das Gen-i-tief is dem Da-tief sein Dod!

Der Kandidat hat sein buntes Plastikkärtchen schlussendlich bekommen, auch musste er die Übung nicht einmal wiederholen (das muss man sich mal reinziehen, und jetzt kommts: Ich wurde zusammengesch...., weil ich alleine weiter gesucht hatte!!!) Jaaa, Fehler, weiß ich, aber genau SO ETWAS wäre Fakt in der Taucherealität! Ich bin sogar schon beim 2. OW-TG SOLO!!!!!! getaucht, weil die Sicht im legendären "SILBERSEE" (der ohne Schatz) ca. 0,3mm betrug!

Aber auch deine massive Kritik am Durchschleusen 1000-er Tauchtouristen (von denen ich bislang auch einer war) ist vollkommen richtig. Zahlendes Tauchvieh im Geld zählenden Basen-Schlachthof, um im Bild zu bleiben!

Dass man Tauchgebühren an Riffen erhebt, wäre verständlich, wenn das Geld denn in die richtigen Hände käme(zB zum Naturschutz gegen daueralkoholisierte, nikotinsüchtige Kippen-über-Bord-Werfer und auf dem Riffdach-saufend-wankende Frauenhelden aus gewissen Regionen dieses Landes/Kontinents, die gerne durchsichtiges Hochprozentiges inhalieren) .

Im Falle ägyptischer PADI-Tauchbasen kommt es jedoch NIE in die richtigen Hände, denn zum einen verschlingt die bekannte Fräänt-Scheiß-Firma, bei der "deiwen fann is", den Löwenanteil, der andere Teil geht an ein diktatorisches Herrschaftssystem, das seinen Menschen übelste Menschenrechtsverletzungen "angedeihen" lässt und keine demokratischen (zB Wahl-)Rechte einräumt.

Die Riffs, Wracks und Holes des Roten Meeres sind zudem nur noch beliebige Hintergrundkulisse für narzistische Selbstdarstellungen eines zahlungskräftigen Klientels, dass diese wunderbare Natur als Bühne ihrer defizitären Mangelerscheinungen missbraucht. Ich meine damit ausdrücklich NICHT die sorgsam abwägenden Taucher, die Flora+Fauna uW mit Respekt behandeln und verantwortlich tauchen!!!

Nicht enden wollende, lautstarke Diskussion an Bord oder an Land, die Zur-Schau-Stellung sündhaft teurer Ausrüstung und gleichzeitige Abwertung anderer Produkte,Ausbildungen+Verbände u.v.a.m. sind (mir)inzwischen ein Gräuel.

Am schlimsten finde ich im TN, dass Menschen, die eine andere Geisteshaltung verkörpern oder schlicht eine dem mainstream ggü. abweichende Meinung kundtun, als "psychisch daneben... krank... debil..." verunglimpft werden. Einer schrieb hier mal: "Ich weiß nicht, ob PR a bissl a psychisches Problem hat" und dafür lautstarken Beifall in TN erhielt . Mir kommt es eher anders herum vor! Wo waren da die Moderatoren???

In Deutschland war so was ja schon mal "Mode". Wir sind heute nur einen unbedeutenden Schritt weiter, nur dass wir heute rund um die Uhr worldwide "shitstormen...bashen...blamen" dürfen. Hinter Synonymen versteckt, kann hier Jede/r Jede/n angiften, zT sogar strafrechtlich relevant beleidigen. Das ist wie "feiges Kläffen hinter.m Zaun".

Natürlich forderst du mit deinem Schreibstil und deinen Ansichten 08/15-Taucher heraus, sowie die tollen "Tekkies", und das ist auch gut so. In D gibt es sonst nur noch glattgebügelte Meinungen über alles, schwarz-gel...äääähhhh.... schwarz-weiß, entweder-oder...Freund oder Feind... das hatten wir auch alles schon mal.

Ich jedenfalls finde deine Beiträge lesenwert, interessant und informativ.

Andere Beiträge zu deinem vermeintlichen Geisteszu- und Berufsstand finde ich allerdings sehr informa-tief, kogni-tief und vor allem präserva-tief... sorry, ich wollte nicht in die endlosen Tiefen einiger TN-User "abtauchen".

Bleib, wie du bist, das ist alles sehr ok so!
Gruß von
Henry

Wär Räschtschreipfääler fint, daaf sie behaalden, oddä wennz was fäält, einfach eima auffe Dastadur nachdippen!!!

Hallo Henry, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar zu meiner Webseite und meiner Sichtweise auf den Tauchsport. Und Du darfst sicher sein. an meiner Haltung wird sich nichts ändern. ;-))

Viele Grüße

Peter
 
 

Name: heinz bork Eingetragen am 17.11.2012 um 16:37:29
Homepage: -
Hallo lbr OM
ich interessiere mich fuer den Bericht in der zeitschrift Funk
20m mosfet PA
heinz DL7AWH
 Hier der Link zum Text:  http://www.peter-rachow.de/PA-20m-100W.pdf
 73!

Name: Gunter Schröder Eingetragen am 22.09.2012 um 00:18:34
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Peter Rachow,

derzeit versucht die Tabakindustrie, den geplanten
ausnahmslosen Nichtraucherschutz in NRW zu verhindern.
NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland und deshalb noch wichtiger
als Bayern. (Auch für die Tabakindustrie.)

http://bundespresseportal.de/nordrhein-westfalen/item/3447-karl-josef-laumann-l%C3%A4ngst-%C3%BCberf%C3%A4llig-rot-gr%C3%BCn-gibt-irrweg-beim-rauchverbot-auf.html

Die Tabaklobbyisten haben es sogar schon geschafft, die Piratenpartei erfolgreich zu unterwandern:
http://www.piratenpartei-nrw.de/47559/2012-07-02/position-zur-novellierung-des-nichtraucherschutzgesetz-nrw/

Ich habe das zum Anlaß genommen, über den E-Mail-Generator von \\\\\\\\\\\\\\\"Pro Rauchfrei\\\\\\\\\\\\\\\"
alle Landtagsabgeordneten in NRW anzuschreiben.
Falls Sie das noch nicht getan haben, fände ich es sehr nützlich,
wenn auch über einen Serien-Mail-Generator allen Landtagsabgeordneten in NRW schreiben würden.
Denn wie ich auf Ihrer Hompage gesehen habe,
können Sie hervorragend zum Thema Nikotinsucht schreiben.

Vielen Dank!

Beste Grüße

Gunter Schröder

Hier mal eine Meldung aus der Unterschicht, gerade per E-Mail erhalten:

Hallo Schwuli,


ich hoffe wir begegnen uns mal, denn deine Schwuchtelfresse würde ich gerne mal polieren! Habe selten so ein selbstgefälliges dummes Proletenarschloch wie dich erlebt. Deine Tauchberichte spiegeln deine Dummheit in allen Facetten wieder und sowas gibt Ratschläge! Was kannst Du eigentlich? Soviel ich bisher gelesen habe "nichts" nur andere kritisieren! Deine Berichte sind psychologisch gesehen die eines sehr minderbemittelten Versagers. Wenn man schon die Bastelanleitungen mit den Baumarktartikeln liest stellt sich die Frage "hat der noch alle"
Bei uns im Verein bist die die Verkörperung des "Arschloches" auf zwei Beinen und diese Meinung haben im Internet die meisten!
Wir haben mal alle Artikel aus dem Internet ausgedruckt und werden in den nächsten Tagen diese mal an das Ministerium senden, denn solche Leute muß man von unseren Kindern fernhalten!! Am schlimmsten finden wir die Aussetzter im Suff! Wer garantiert uns, dass Du Proll nicht unsere Kinder angrabschst, einiges dahingehend haben wir sowieso schon gehört!
In der nächsten Zeit werde ich und meine Leute uns intensiv um dich kümmern und glaube mir eins wenn wir fertig sind bist Du "ALLE"

Auf in den Krieg bis zur totalen Vernichtung!!!

Ziemian

Oh, oh, da hat einer aber ganz schön Druck aufgebaut. Und der musste wohl ganz dringend raus. Geht es Dir jetzt besser, mein lieber Freund? ;-))

BTW: Ich wusste gar nicht, dass man in den Geschlossenen Abteilungen der psychiatrischen Landeskrankenhäuser mittlerweile Internetzugang hat. Aber für die Insassen und die Krankenhausbetreiber ist das natürlich schön. Da kann man die Rationen der Medikamente reduzieren, weil die Triebabfuhr nun zumindest teilweise über E-Mail geht.  ;-))


Name: Thomas Bockholt Eingetragen am 24.08.2012 um 20:58:18
Homepage: -
Hallo Peter,
ich habe nun sehr oft auf Deiner homepage rumgestöbert, anfangs nur die Tauchseiten, nun aber ach immer öfter alle anderen Kapitel. Mir macht es Freude, wenn ein Lehrer sich wirklich noch Gedanken macht und viele, kompliziert erscheinende Dinge, wie z.Bsp. einen E-Motor oder einen Verstärker für den mp3-player auf das elementarste reduziert und so den Schülern eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis aufzeigt.
Da sind dann plötzlich Transistoren wichtiger als rumhängen! Im Gästebuch stehen einige Einträge wie, \\\" alta, wen du mit soner Schrotkare farst, laber nicht so rum\\\" (ist jetzt \\\"sinnfrei\\\" erfunden) und da zeigt sich aber, daß viele sich nicht mehr vorstellen können, daß man ein Auto auch reparieren kann und sich nicht über ein Fahrzeug definieren muß.
Zum Tauchen: mir erschließt sich bis heute nicht, warum ich mit Nitrox tauchen sollte, sei denn, ich will eine längere Nullzeit in geringer Tiefe!?
Für Tiefen um die 40-50 m ist doch Pressluft optimal oder habe ich da falsches Wissen erworben? ;-((( Natürlich ist ein Tieftauchgang entsprechend zu planen (Luftvorrat, Ausrüstung u.s.w.)aber mir scheint das bei ständigem Training die sicherste Art des Tauchens zu sein!
Süß- und damit in Tiefen unter 10-15 m Kaltwasser hat da nochmal ne ganz andere Qualität und selbst wenn man mehrere hunderte TG im Roten Meer vorzuweisen hat,kann man ganz schnell im Baggersee verunglücken.
Also Peter,ich wünsche Dir weiterhin Inspirationen für Deine homepage und für Deine Schüler.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas

P.S. Der Vater eines Verwandten hat seit Monaten die Schaltung für seine Modelleisenbahn gesucht.
Ich glaube, er hat sie jetzt gefunden;-))

Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine positiven Anmerkungen zu meiner HP. Ich werde mir weiterhin Mühe geben. Versprochen! ;-)

Viele Grüße

Peter

Name: Paul Eingetragen am 24.07.2012 um 09:02:31
Homepage: -
Hallo Peter,

habe deine seite intensiv studiert. Besonders angetan war ich von deinem Projekt \\\\\\\\\\\\\\\"Tauchcomputer\\\\\\\\\\\\\\\".
Zufällig habe ich heute eine Meldung zu einem Tauchcomputer mit iphone gelesen. Hier mal der Link: http://www.golem.de/news/40-meter-wasserdicht-iphone-als-tauchcomputer-1207-93380.html

Was hälst du davon ?

Gruss Paul.

Hallo Paul, danke für Deine Rückmeldung. Ob ich ein iPhone als TC verwenden würde weiß ich nicht. Ich habe keines. Ich habe nicht einmal ein Handy. ;-)) Und leider kann ich die Webseite nicht öffenen, es kommt ein "404".

Viele Grüße

Peter
 
 
Name: Thomas Eingetragen am 07.05.2012 um 23:48:03
Homepage: -
Noch einmal Hi
Das kam wohl etwas missverständlich rüber:
Gaswahl war hier nicht in direktem Zusammenhang zum Thema Rescue Diver zu sehen.
Um exact zu sein:
Ich habe in den Gesprächen mit meinen Urlaubskameraden angeführt, das ich es eigenartig finde, das ein Anfänger direkt ein Nitrox Brevet macht.
Was soll so etwas ?
Ich bekam die Antwort von einem 20TG-Spezialisten, das man dann nach einem TG weniger müde sei.
Da er in dieser Urlaubswoche seinen ersten SalzwasserTG hatte, fand ich diese Antwort extrem schlüssig.
Abends dann wiederholte ich meine Meinung, das Nitrox was für Tauchlehrer mit JoJo-Profil und geringen Tiefen ist.
Das was wir hier machen, braucht keinen erhöhten O2 Anteil.
Dann war Feuer frei auf mich und hab einfach das Maul gehalten.
Will sagen, die Nitrox-Masche ist das neue PAID Instrument, um im Urlaub und bei der Ausbildung die Hand aufzuhalten.
Der Rescue Diver war nur die elegante Variante, die Diskussion zu stoppen.
 
 

Name: Thomas Eingetragen am 06.05.2012 um 18:56:24
Homepage: -
Hallo Peter
nach meinem Mexico Erlebnis aus 2009/2010, von dem ich hier ja auch schon berichtet hatte, nun also das nächste Thema, welches mich etwas ratlos stehen läßt.
Wir hatten kürzlich eine schöne Woche in der Soma Bay in Egypt zusammen mit einem Tauchclub aus unserer Gegend.
Bei der Abfrage am ersten Tag, wer in der kommenden Woche mit welchem Gas taucht, waren mein Schatzi und ich die einzigen, die bei Nitrox nicht den Arm gehoben haben.
Wir kamen uns vor wie die Deppen.
Nun, zwar habe ich seit 2009 erst 100 TG in Kalt- und Warmwasser hingelegt, aber Nitrox ???
Andere aus der Gruppe hatten 20 bis 40 TG und machten vor Ort AOWD und Deep Diver, also das ganze PAID Zeugs. Die hatten Nitrox von Anfang an.
Meine Einwände abends, das ich das für überflüssig halte, wurden gehört. Mehr nicht.
Dafür bekam ich den Rat: mach den Rescue Diver !
Hmmm, sicher.
Wahrscheinlich sogar sinnvoll.
Die Person, die an diesem Tage ihr 30m-Brevet erhalten wollte bekam beim Ausstieg vom Boot erst einmal Panik, weil sie feststellen konnte, das man am Rande eines Riffs am Drop-off nun einmal nach unten ins Blauwasser schaut. Da ist dann natürlich kein Grund zu sehen.
Da habe ich dann nichts mehr gesagt.
Fertich !
gruß
Fast-Rescue-Diver Thomas

Hallo Thomas,

danke für Deinen neuen Eintrag in dieses Gästebuch. Was ich nun nicht ganz verstehe: Wie wird die Gaswahl plausibler, wenn man den "Rescue Diver" kauft? Gelten dann andere physiologische Grundannahmen? Und wenn einer den Blick ins Blauwasser nicht ertragen kann, würde ich die Wahl eines anderen Hobbys empfehlen. Mikado kann auch Spaß machen. ;-))

Viele Grüße

Peter

Name: Doktor Deepsea Eingetragen am 01.04.2012 um 01:11:00
Homepage: -

Haste Probleme wenn leute ihr hobby mit perfektionismus betreiben und du keine kohle hast und mit altem gerődel ins wasser gehst . Guck dich an und dein verlierer auto du schlauberger .  Hast du verlierer schon einmal etwas von dieser Welt gesehen und erlebt  ? Mit dem Passat auf cocos gewesen oder auf yap du laberer . Ohne Worte


Lieber Herr Dr. Deepsea,
 
herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Leider muss ich feststellen, dass auch eine Promotion heute kein Ausweis einer bestimmten Bildung mehr ist. Aber seit Herrn "Dr." Guttenberg ist dies spätestens jedem Menschen ins Bewusstsein gerückt.
 
Nun zu den einzelnen Punkten, wo Sie sich verbessern können: Zuerst einmal ist es üblich, in einem Brief eine höfliche Anrede zu verwenden. Die kann z. B. lauten "Sehr geehrter..." oder ähnlich. Dann fehlt natürlich in Ihrem Schreiben auch eine Grußformel wie z. B. "Mit freundlichen Grüßen". So gewinnt Ihr Schreiben an Stil und man nimmt Sie eher ernst als wenn Ihr Text erkennbar von einem Menschen verfasst wurde, der möglicherweise nicht einmal einen Schulabschluss besitzt.
 
Des Weiteren muss ich leider feststellen, dass in Ihrem Schreiben sehr viele orthographische Fehler enthalten sind. Mein Tipp: Auch als ehemaliger Förderschüler ist es möglich, sich einer Rechtschreibhilfe zu bedienen. Auch dadurch gewinnt Ihr Schreiben nochmals deutlich.
 
In der Hoffnung, Ihnen ein wenig geholfen zu haben, verbleibe ich mit den besten Wünschen für eine baldige Genesung
 
mit freundlichen Grüßen
 
Peter Rachow

PS: Eine Frage noch: Haben Ihre Eltern Sie wirklich "Doktor Deepsea" getauft? Warum wollten Sie ihnen keinen richtigen Namen geben? Ist dieser Name nicht heute ein schweres soziales Stigma, wenn alle Menschen einen richtigen Namen haben und Sie nicht?

Name: Moitzi Stefan Eingetragen am 19.03.2012 um 19:22:34
Homepage: -
Hallo Peter!

Endlich mal eine Homepage in der man nicht nur Heuchelt, sondern auch mal tacheles redet.

Weiter so und Gut Luft aus Österreich.
Hi Stefan, vielen Dank für Deinen Kommentar!
Gruß Peter


Name: SXXX Eingetragen am 29.04.2011 um 19:23:57
Homepage: -
Herr Rachow, ich beneide Sie um den Kampf, den Sie gegen die Raucher führen. Kurzen Prozess sollte man mit denen machen.

http://www.henker-folter.de/resources/AufziehenderInquisition$5B1$5D.jpg

Anders kommen die nicht zur Vernunft.

Mit den freundlichsten Empfehlungen :-)
Liebe S. (Name der Redaktion bekannt ;-) ),
ich denke so radikal sollten wir nicht sein und Gewalt ist bekanntermaßen sicher keine Lösung. Raucher sind Süchtige und bedürfen daher primär einer Behandlung,. Die meisten Raucher sind übrigens gar nicht so verbohrt wie jene Damen und Herren, über die wir im Forum Raucherwahnsinn  (http://www.forum.raucherwahnsinn.de/)  schreiben und mit deren unhaltbaren Thesen wir uns dort beschäftigen. Die meisten Raucher sehen, ganz im Gegenteil, nämlich durchaus ein, dass ihre Sucht krank, teuer und irgendwann tödlich ist. Es handelt sich dagegen nur um eine kleine Minderheit, die man z. B. bei dem unsäglichen "Netzwerk Rauchen" oder bei "rauchernews.de" findet, die diese doch sehr einfache Erkenntnis nie gewinnen wird, weil es ihnen entweder an Intellekt mangelt oder weil ihre Sucht so viel stärker ist als der Verstand.

Wo man allerdings nicht nachlassen darf ist der Kampf gegen das Rauchen selbst, denn hier sind die Gegner noch lange nicht "erledigt". Besonders die Tabakindustrie versucht stets immer wieder ihren EInfluss geltend zu machen, da sie unter den Einschränkungen des Rauchens wohl nicht unerheblich zu leiden hat, u. a. dadurch, dass ihre Killerprodukt gesellschaftlich immer weniger akzeptiert werden und man mittlerweile diese Verbrecherbanden wie Phillip Morris, British American Tobacco oder Imperial Tobacco als das erkannt hat, was sie sind: Mafiöse Strukturen, die unsere Gesellschaft mit ihrem widerlichen Lobbyismus im Dienste von Krankheit und Tod in den letzten Jahrezehnten systematisch unterwandert hatten.

Viele Grüße

PR

Name: Friedrich v.d. Heyden Eingetragen am 28.04.2011 um 12:49:08
Homepage: -
Hab nach "Cala Joncols" gesucht und Deinen Bericht gefunden. Nachdem ich Dein Vorwort gelesen habe, war ich etwas indigniert ("...damit man auch ja nicht zu lange taucht, immer mit 50 bar Restdruck in der Flasche auf dem Boot erscheinen(...)! Warum man aber trotzdem immer eine volle Füllung bezahlen muss, obwohl man de facto nur 3/4 der Flasche nutzen darf, konnte mir noch nie eine Tauchbasis sinnstiftend erklären).".
Ich hoffe sehr, dass Du inzwischen herausgefunden hast warum?! Falls nicht, verrate ich es Dir: Die letzten 50 Bar in der Flasche gehören nicht Dir, sondern Deinem Tauchpartner.
SG fvdh

Hallo Friedrich,

jetzt habe ich aber doch leicht lachen müssen, ob Deiner Zeilen. Ich finde es immer wieder höchst amüsant, wenn Leute mit auswendig gelerntem und mehr oder weniger unrefklektiert dahergeschwätztem Taucherlatein hier hereinschneien und dieses zum Besten geben.

 BTW: Aus welcher TaucherBILD ist der Spruch? "Dir letzten 50bar gehören dem Tauchpartner". Hahahaha! DER ist wirklich gut! Und was machen wir, wenn ich solo tauche? Und was passiert, wenn der Tauchpartner die 50bar gar nicht braucht? Und wie gehen wir vor, wenn alle soweit entsättigt sind, dass sie jederzeit austauchen können, es aber vorziehen mit der Restluft noch eine halbe Stunde im Flachwasser zu verweilen? Und wie ist vorzugehen, wenn der TP die 50bar verbraucht hat und der Basenmann dann sauer ist? ;-))

Ach,
Friedrich, irgendwann wirst Du auch noch mit dem Nachdenken anfangen.

Du schaffst das! Ich weiß es! ;-))

Peter


Name: Stefan Eingetragen am 08.04.2011 um 15:06:55
Homepage: -
Hallo Peter,

vielleicht gibt es ja einen guten Grund weshalb TL G aus L so reagiert.
Wenn so eine Geschichte mal anders ausgeht (tödlich), ist man nach BGB frei von Schuld.
Aber fragt man sich dann nicht auch immer wieder, ob man alles richtig gemacht hat?

Ja, es ist immer eine persönliche Entscheidung - im besten Fall hat man (dank Deiner Erzählung) über so eine Situation mal gründlich nachgedacht.

Ich meine: nicht jeder der das anders sieht und macht, ist gleich ein Depp.

Weiterhin viel Spaß beim tauchen - tolle Seite.

LG Stefan
Hallo Stefan, dieses Gästebuch wird nicht zensiert. Ich schalte nur alle Einträge jeweils frei, weil es einzelne Herrschaften gibt, die hier im Gästebuch herumsudeln.

Name: Marc Eingetragen am 07.04.2011 um 17:02:52
Homepage: -
Ich hab mich jetzt eine Stunde (huch, während der Arbeitszeit...;-) bepisst über Deine Tauchberichte, insb. die Tieftauch-Story von A.+B.-Hörnchen und Frau van C. von der Orca-Basis in Ägypten.
Bewahre Dir bloß diesen Humor und probiers damit mal auf ner Bühne, einfach KÖSTLICH
Hallo Marc! Hallo ers'ma'! Ich weiß gar nicht ob Sie's wussten, aber das hier ist 'ne Bühne!!! ;-)))

Name: Querschuß Eingetragen am 27.03.2011 um 19:29:56
Homepage: -
Immer wieder informativ die Seiten von Peter Rachow. Habe sie auch schon vielen Kollegen weiter empfohlen.
 Danke sehr! ;-)
 

Name: Micha Eingetragen am 16.03.2011 um 20:36:51
Homepage: http://www.oxydiver.de
Hallo Peter,

insgesamt viele coole Beiträge jenseits vom (Tauch)Kommerz, schön jetzt auch der Blick über den "Tellerand". Ähnliches musste ich mir vor ein paar Jahren auch antun, z.B. https://picasaweb.google.com/oxydiver/Ducato#

Viele Grüße Micha
Hallo Micha, danke für die Blumen! ;-)) Ach ja, und allzeit "Fröhliches Schrauben", egal ob am Rebreather oder an der Karre!;-))

Name: Thomas Eingetragen am 11.03.2011 um 21:57:09
Homepage: -
Hallo Peter,
ich lese regelmäßig und mit Wissensdurst Deine Taucherseite und ich kann es mir nicht verkneifen, Dir ein großes Kompliment zu machen. Es ist einfach schön zu wissen, daß es noch Mitmenschen gibt, die der deutschen Sprache mächtig sind und dabei auch noch intelligent argumentieren können. Ich habe selbst vor 3 Jahren mit dem Tauchen angefangen, da war ich 45 Jahre alt, und ich freue mich auf jede Tauchsaison. Meine Kinder haben mich da irgentwie mitgerissen. Wir haben bis jetzt die Ausbildung CMAS ** und versuchen auf dem Level unsere Erfahrungen zu sammeln. Seit 3 Jahren fahren wir nach Cadaques und fühlen uns da sehr wohl, u.a. auch deshalb, weil man da ein wenig freier tauchen und seine eigenen Erfahrungen machen kann. Eine solide Tauchgangsplanung ist für uns selbstverständlich und da wird natürlich vor jedem Tauchgang gerechnet. Aber selbst bei aller Vorsicht gab es schon die eine oder andere hakelige Situation, welche wir aber dank unserer Ausbildung gut gemeistert haben.
Herzliche Grüße aus Mecklenburg sendet Dir

Thomas

Hallo Thomas, danke für die positive Rückmeldung zu meiner HP. Eventuell trifft man sich ja im Sommer bei Claas B. ;-))
vg
Peter
 
 
Name: henry Eingetragen am 10.03.2011 um 19:01:13
Homepage: http://www.goolive.de/schatzsuche243272
moin moin liebe grüße....
 
 


Name: Joachim Eingetragen am 21.02.2011 um 15:42:27
Homepage: -
Hallo Peter,

auch von mir ein positives Echo - bin Fan von Dir und deiner Seite! Und nicht erst seit dem Super-TN-Thread. Die Kommentare scheinen ja leider einen großen Teil der Taucher zu repräsentieren...

Wie dem auch sei, ich finde die Seite sehr gut und sie bringt unheimlich viel!

Mach weiter so und viele Grüße,

Joachim
Hallo Joachim! Danke für's Kompliment! ;-))

Name: Phiilipp & Roslych & Gelse Eingetragen am 02.02.2011 um 09:22:13
Homepage: -
Hey Lieblingslehrer

18.02.2011 A65 steht?!

Liebe Grüße

Moin Jungs! Heute nicht in der Schule? ;-))

Name: Florian Hartmann Eingetragen am 24.01.2011 um 12:12:43
Homepage: -
Ergänzung:
Dass PADI und seine Ausbildung ein Widerspruch in sich selbst ist, wie auf der homepage ja ausführlich und anschaulich beschrieben wird, stellt die neue Ausbildungschiene "tecrec" dar! siehe:

http://www.padi.com/english/common/courses/tec/

Böse, böse! Wird doch jahrelang gepredigt, dass WIR ("PADIisten"nur Nullzeittauchgänge machen und eine Deco-TG quasi ein Tauchunfall ist. Nun wird es ganz offiziell gelehrt, verdient man doch neuerdings ordentlich Geld damit. In diesem Sinne: Put Another Dollar In!!!

Allzeit Gut Luft!

Florian Hartmann
Hi Florian,PADI ist ja auch nicht doof sondern ungemein geschäftstüchtig. Nachdem der Markt an "Recreational Diving" seit Jahren immer mehr schrumpft musste dringend was Neues her. Und mit "Tec" kann man noch etwas Geld machen und so die Verluste am traditionellen "Rec"-Markt zumindest etwas kompensieren. Dass das natürlich Blödsinn, wissen alle. Worin unterscheidet sich ein herkömmlicher TG mit Luft auf 50 von einem "TecRec"-TG auf 50 m abgesehen davon, dass der "TecRec"-Taucher eben ein riesiges Doppelpaket und Nitrox zur Deko dabei hat?

Herzlichen Gruß

Peter

Name: Florian Hartmann Eingetragen am 21.01.2011 um 08:46:37
Homepage: -
Hallo,

ich bin bei meiner morgendlichen Suche nach einer Portion \"Lach\" mit etwas \"Schmunzel\" garniert auf den Bericht im T-Net (zu mehr reicht es auf der Seite größtenteils nicht!) über den Taucherleichtsinn gestoßen. Der Bericht ist sehr interessant und kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich kann nur sagen: Ich bin absolut d\'accord und hätte genau so gehandelt (ich habe auch schon ähnliche Fälle erlebt) und finde es eine absolute Frechheit, da eine Anzeige daraus zu machen. Da sieht man wieder, wie weit gefährliches Halbwissen und Geltungssucht führen kann...

Auch wenn diese Seite etwas unübersichtlich ist, möchte ich sagen: Weiter so!

Viele Grüße

Florian Hartmann


Name: archie Eingetragen am 06.01.2011 um 20:53:17
Homepage: -
hi
habe gesehen das du sehr gute erfahrung im umgang mit dem bau von lcds mit interface hast. ich suche eine anzeige fur den pkw bereich .. mit temp, öldruck, volt, amper, ev,drehzahl, wenn du mir da weiter helfen könntest und dich meldest würde ich mich sehr freuen..
Hallo archie,
Du hast Glück, denn ich bastele nicht nur gerne Elektronik sondern bin auch Hobbyschrauber. ;-) Du hast also Post. vg Peter
 

Name: Silvio Eingetragen am 06.01.2011 um 00:18:56
Homepage: http://www.oilcom.de
Liebe Grüße aus Italien und alles gute zum neuen Jahr!
Silvio
Danke. Und das Gleiche ebenso für Dich, Silvio!

Eingetragen am 27.12.2010 um 10:33:22
Homepage: -
Weiß jemand ein gutes Mittel gegen Kopfschmerzen!

Wir wissen nicht was der freundliche Henker empfihlt, wie empfehlen bei Kopfschmerz .\\\"Togal\\\"
Hey, cool! Sage mir die Werbung, die Du kennst und ich sage Dir, wie alt Du bist. Kennst du eigentlich noch "Raider"???? ;-)))

Name: tuemmler_nils Eingetragen am 17.12.2010 um 19:53:25
Homepage: -
Interessant zu lesen, was für eine Scheiße hier über PADI geschrieben wird...
Nur, dass PADI worldwide in vielen Tauchbasen anzutreffen ist. Es ist halt nur ein anderes System als z.B. VDST, CMAS...
Lieber "Nils", gut, Du magst es für normal halten, in der Öfffentlichkeit herumzuproleten wie in einem Wirtshaus. Hoffentlich fühlst Du  Dich jetzt etwas besser. Und wenn Du dann auch mal ein paar Jahre tauchst, wirst Du über Deinen Eintrag hier herzlich lachen. Oder er ist Dir peinlich. So, mein kleiner "Tümmler" und jetzt geht's ab ins Bettchen, gelle? ;-))


Name: Etalaze Eingetragen am 19.11.2010 um 16:30:40
Selten hab´ ich eine Internet-Seite lange im Firefox gespeichert, aber \"Dein\" Kalender gehört nun schon sehr lange dazu. Schlichtweg nützlich, gut gemacht und auch noch informativ !

Danke !
Hallo Etalaze, danke für Deine Rückmeldung! Und ich werde mich sicherich auch weiterhin bemühen, hier einen Gegenpol zum Einheitsbrei des modernen Tauchsports zu liefern. Auch wenn es einigen Herrschaften nicht gefallen sollte. ;-) Viele Grüße Peter


Name: Peter Eingetragen am 16.11.2010 um 21:15:47
Homepage: -
Hallo Peter.

Ich lese deine Seite leider viel zu selten und nur unregelmäßig. Mea Culpa. Vor allem dein Bericht „Gefährlicher Taucherleichtsinn – wenn Abenteuerlust auf Inkompetenz trifft“ finde ich sehr gut. Diese Art von sachlicher Beschreibung von Tauchunfällen oder Beinahetauchunfällen finde ich gut. So etwas sollte mehr geschrieben und veröffentlicht werden. Da diese für alle Taucher sehr lehrreich sein könnten. Die von dir genannte Homepage taucher.net habe ich früher auch gelegentlich mal besucht. Am Anfang fand ich sie in einigen teilen sogar recht gut. Auch die Rubrik Tauchunfälle gefiel mir zunächst und wie sehr habe ich mir gewünscht, dass dort sachlich diskutiert wird. Leider glitt das Forum total ab und ich habe nicht mehr reingeschaut, nachdem selbst ernannte Tauchunfallexperten ihren „geistigen Müll“ zu Tauchunfällen mit oft tragischem Ausgang abgeben haben. Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, was dein Bericht im taucher.net für Wellen geschlagen hat. Sind dein Bericht und die bestimmt „lesenswerten“ Antworten bei taucher.net eigentlich noch dort zu lesen? Dein Zusatz zu deinem Bericht über die Veröffentlichung dort und die entsprechenden Reaktionen haben mich doch neugierig gemacht. Aber wahrscheinlich wurde alles gelöscht. Schade.
Ich bin mir sicher, dass du deinem Stil weiter treu bleibst und wünsche dir noch viel schöne Tauchgänge.

Mit taucherischem Gruß Peter
Hallo Namensvetter! Danke für Deine positive Rückmeldung zur Geschichte mit dem Taucherleichtsinn. DAS war das Zeil dieses Texte: Nachdenklich zu machen, lehrreich zu sein und Einsichten zu wecken. Viele Grüße Peter.
 

Name: Uwe  Eingetragen am 08.11.2010 um 21:00:49
Homepage: -
Hi Peter,
ich fand es ziemlich gut eine Seite wie Deine im Netz zu finden, die sich eher distanziert zum Thema DIR zeigt. Ich befasse mich jetzt seit ca einem Jahr mehr mit diesem Thema und finde, dass das Wichtigste im Tauchsport überhaupt Offenheit ist. Allerdings finde ich das Du sehr viel darauf gibts diese DIR \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"Philosophie\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\" zu verneinen als wirkliche Informationen zu geben, oder vielleicht Alternativen aufzulisten.
Ich habe mein Tauchen durch viele dieser lächerlichen DIR- Dinge stark verbessert und fühle mich NOCH wohler im Wasser. Was mir mit am meisten an der DIR Geschichte gefällt ist dass man eben sehr viel darüber lesen kann und die Informationen für jeden zugänglich sind. Das ist z.B. der Unterschied zu den meisten \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"Stroke\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\" Verbänden die ohne paar Euro Ihre teilweise sehr oberflächlichen Informationen niemals freigeben. Was ich gut finde ist, wenn sich Taucher mit dem auseinandersetzen was sie tun, TAUCHEN. Ob DIR oder nicht DIR, Anti DIR oder etwas DIR , wir alle machen das gleiche und jeder kann von jedem lernen.
In diesem Sinne hoffe ich das Du die nächsten 1000 Tauchgänge auch überlebst und wünsch Euch \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"Gut Luft\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"
LG Uwe
 Hallo Uwe, kann es sein, dass Deine "/"-Taste einen Defekt hat? Und wie wichtig eine redundante Tastatur mit einem "Long-Cable" ist, brauche ich Dir als "DIR"-Anhänger ja nicht zu sagen. ;-))

Name: Stone Eingetragen am 03.11.2010 um 07:50:56
Homepage: -
Servus!
Ich finde Deine Seite echt geil, jedesmal wenn ich reinschaue liege ich fast am Boden vor lachen. Vor allem wenn ich die Bemerkungen über PAID durchgehe - aber wo Du Recht hast, hast Du Recht - mach weiter so, denn es gibt leider nicht viele die sich das auch zu sagen trauen! LG Stone
 Aber immer... ;-))
 
Name: Markus Korger Eingetragen am 02.11.2010 um 21:57:58
Homepage: http://www.habkeinehomepage.eu
Hallo Herr Rachow,

ich weiß auch was: Die Flosse Spacefrog ist nicht von Mares :-p

Viel Freude noch beim Tauchen, Basteln und Schildbürgern.

Grüße aus Wiesbaden

Markus
 Stimmt. Die ist von Cressi. Again something learned... ;-))


Name: "anonymes Posten" Eingetragen am 21.10.2010 um 19:11:58
Homepage: -
Hallo Peter,
anlässlich http://www.peter-rachow.de/redseadeppdiving2010.htm
und auch wegen meinen Bemerkungen dazu im sog. Tauchernet doch mal mein Eintrag hier. Eine sehr informative Seite, und man merkt sofort,
dass da Verstand (statt "Standart"-Drill) dahinter steckt. Diverse Bemerkungen über das Tauchernet, PADI usw. fand ich mal etwas überspitzt,
früher. Die DIR-Abneigung finde ich ebenfalls etwas überzogen, noch immer (obwohl ich selbst weder ganz dafür, noch absolut dagegen bin).
Wie auch immer.

Zum geliebten Tauchernet:
Das Dumme ist: Es gibt, wenn man mal auf das Mittel "Internetforum" beschränkt, kaum eine Alternative zum Blauen Bock. Es gibt ein
paar lokale Foren, und drst, jeweils aber mit wenig bis sehr wenig Betrieb.
Bücher lesen ist gut, trainieren in Gruppen oder (wenn das Geld dazu langt) bei bekannten, guten Tauchlehrern auch, aber so ein
Forum ist einfach eine recht bequeme Möglichkeit im Internetzeitalter, mal was zu erfahren oder zu erfragen, egal wo man gerade (örtlich
oder vom taucherischen Wissen her) ist. Hast du da Tipps?

Ansonsten jedenfalls noch alles Gute bei der weiteren Vervollkommnung dieser Seiten hier!
Hallo "Anonymer" ;-))

nein, leider kenne ich auch keine Alternativen für ein vernünftiges Forum zum Thema "Sporttauchen". Dies liegt m. E. daran, dass es sehr wenig Menschen gibt, die sich mit unserer Sportart weiter als das übliche oberflächliche "Bla-Bla" auseinandersetzen. Die also Zeit, Muße, Anstrengung, Gehirn und vlt. auch etwas Geld investieren wollen, um vom "dressierten Affen" zum richtigen Sporttaucher zu werden. Beim "Blauen Bock" (geiler Name übrigens, eben weil da mancher "Bock" geschossen wird ;-)) ) ist das Zielpublikum leider irgendwo zwischen "totally PAID" und "grenzdebil" angesiedelt. Ich fand den Thread, den mein Tauchpartner angezettelt hat, jedenfalls richtig amüsant. Ich habe selten so eine Horde Spinner erlebt die sich (samt Moderator) so dermaßen zum Brot gemacht haben wie "5thavenue" & Co. Einfach nur krass. Schade nur, dass Warner wie man hört, nicht mehr schreiben darf. Das wäre noch das Salz in der Suppe gewesen. Der Unterhaltungswert war aber auch so exorbitant, der Bildungswert alerdings gleich NULL. Danke auch für die positiven Bemerkungen zu meiner Seite, ich gebe mir Mühe. ;-)) Alles Gute weiterhin!
Peter


Der ganze hier abgelassenen Unfug der Nikotinfraktion wurde gelöscht. Wenn Ihr ein
Problem mit den Rauchverboten habt, dann hört einfach auf zu rauchen. Aber müllt mir hier nicht das
Gästebuch mit Eurem Süchtigenfrust voll. Danke.

Name: banane Eingetragen am 04.09.2010 um 13:14:49
Homepage: http://www.ich_hab_leider_keine_hompage_und_weiß_nicht_was_das_gästebuch_von_mir_will.com/
Hallo Peter,
ich bin ziemlich blutiger Anfänger im Tauchen und Elektrotechnikbegeisterter Schüler und wollte sagen, dass mir deine Seite super gefällt und ich deine PAID - Erfahrung mit meinen lächerlichen 15 Tauchgängen verifizieren kann:
1. hab ich nicht das gefül ausreichend über irgendetwas informiert zu sein
2. mit 15 TGs als Advanced zu gelten sollte jedem halbwegs denkenden Individuum komisch erscheinen

Jetzt kurz noch eine Frage:
ich habe Tauchen bei SSI  gelernt wenn ich jetzt in ein Tauchverein eintrete, kreig ich da das WIssen vermittelt, das ich durch PAID nicht bekomme oder muss
ich mich da mit nem Kumpel zusammentun und mir des erarbeitne? mit anderen Worten tendiert der Verein richtung PAID?

und noch eine Frage: Lohnt es sich ne Gebrauchte Tauchausrüsung zu kaufen oder immer alles neu?

Arne
 Hi Arne,

zu 1.: Du kannst Dich einem Tauchverein anschließen und dort mit erfahenen Leuten ins Wasser gehen. So lernst Du die praktische Seite kennen. Für die Theorie würde ich Dir den "Stibbe" oder andere Literatur empfehlen. Schicke mir ggf. eine E-mail, dann bekommst Du eine Liste mit 2-3 guten Tauchbüchern.

zu2.: Ja, das ist komisch. Ist aber heute so. :-((


Und Du kannst auch gebrauchte Tauchausrüstung kaufen. Die Regler sollten aber frisch gewartet worden sein und manche Sachen muss man anziehen um zu sehen ob es passt (Anzug, Jacket). Da ist gebraucht nur dann möglich, wenn man den Verkäufer in der Nähe hat. Aber grds. ist "gebraucht" OK.

Name: Ede Eingetragen am 26.08.2010 um 15:14:41
Homepage: -
Hallo Peter,

naja was soll man zu der Website sagen: Fundiertes Wissen über das Tauchen kombiniert mit einem \\\"Kreuzzug\\\" gegen das kommerzielle Tauchen? Das Tragikomische daran ist nur, dass dieser \\\"Kreuzzug\\\" eher an Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlen erinnert. Die Zeit ist auch im Tauchen nicht stehen geblieben und aus dem ehemals \\\"elitären\\\" Sport ist eine Tauchindustrie geworden. Dass dies nicht deinem Ideal entspricht, ist deinen Texten deutlich zu entnehmen und ist natürlich auch vollkommen legitim (wenn auch ein bisschen weltfremd) aber solange du damit glücklich bist...Was mich jedoch an deinen Ausführungen stört, ist die Gleichmacherei: Verein(sausbildung) ist toll - kommerzielle Ausbildung ist schlechter als Verein. Ich denke jeder der regelmäßig seit längerem taucht, hat sowohl schon wirklich gute, als auch wirklich grottige Ausbildung im Verein und in Tauchbasen erlebt. Die Zugehörigkeit zu einem Verein oder zu einer Tauchschule als einziges Kriterium der Ausbildungsqualität heranzuziehen, ist m.E. etwas einseitig.

Aber was solls, ich denke du hast ähnliche Anmerkungen wie meine schon des Öfteren gehört und...mmh, du kennst ja die Sache mit den Tropfen und dem Stein.

Ansonsten finde ich, wie schon eingangs erwähnt, deine theoretischen Ausführungen zum Großteil wirklich gut und wünsche dir (in den Worten des Erzfeindes gesprochen) noch eine lange Zeit SPAß am Tauchen (vor allem mit deinem Klodeckel).

Grüße
Ede

Hallo Ede, danke für Deinen Eintrag. Da Du über die "Tauchindustrie" sprachst. Man muss das differenziert betrachten. Meiner Ansicht nach ist die nämlich in den letzten 10-15 Jahren sehr auf dem Rückmarsch. Denn sie findet hauptsächlich noch in Urlaubsgebieten wie den Malediven oder Ägypten statt. In hemischen Gewässern eher selten. Beispiel: Die meisten Tauchläden hier haben dicht gemacht, in unserem Club kommen noch 4 bis 6 Leute regelmäßig an den See zum Tauchen. So ändern sich die Zeiten.

Name: Lucky Eingetragen am 04.08.2010 um 13:27:05
Homepage: -
Hallo Peter!
Ich gehöre auch zu der breiten Masse der PADI-Jünger. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich allerdings Deine PADI-Kommentare mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Ich gehöre zwar auch noch mit meinen <100 Tauchgängen zu den (nicht mehr ganz so) blutigen Anfängern, meine jedoch sagen zu können, dass meine Ausbildung zum OWD und AOWD (übrigens bei unterschiedlichen Ausbildern) nicht schlecht war. Es waren beide langjährige Sporttaucher, mit jeweils weit mehr als 2000 Tauchgängen, bevor sie selbst die Ausbildung zum TL begannen. Ergänzend muss ich vielleicht noch erwähnen, dass ich beruflich aus der Arbeitssicherheit komme und daher für mich das Wort \"Risikobewertung\" eine andere Bedeutung hat als für viele meiner Mitmenschen (und offensichtlich auch vieler Sporttaucher, Divemaster, TL und und und) und ich daher wahrscheinlich auch etwas anders an die Sache herangehe als der eine oder andere.
Mir gefällt Deine Seite über das Tauchen für sehr gut und Dein Erzählstil verleitet mich schon zu dem einen oder anderen Schmunzler. Ich werde auf jeden Fall mehr oder weniger regelmäßig hier vorbeischauen um zu sehen / lesen was es neues bei Dir zu berichten gibt.
Ich hoffe Du wirst mir verzeihen, wenn ich PADI treu bleibe, wenn auch ohne die ganzen Sonderbrevets zu erlangen die dort angeboten werden. (So viele Einstecktaschen hat auch mein Logbuch gar nicht! ;-))

Eine kleine Anregung wollte ich noch loswerden! Vielleicht kannst Du ja auf Deiner Seite noch ein paar Literaturtipps veröffentlichen. Denn so ganz ohne Lesestoff wirst Du Dir das ganze Wissen um die Facetten des Tauchsports ja auch nicht angeeignet haben können!

Viele Grüße,
Thomas
Hi Thomas, danke für die Rückmeldung. Zur Literatur habe ich bei relevanten Kapiteln immer einen Verweis angebracht (besonders zur Dekompressionstheorie und zum Tauchcomputerselbstbau). Wo Literaturhinweise fehlen sind die Inhalte in der Regel selbst erarbeitet. Sie basieren dann i. W. auf Erfahrungen mit eigenen Tauchvorhaben oder Eigenkonstruktionen. Viele Grüße Peter

Name: Jörg Eingetragen am 19.07.2010 um 12:38:27
Homepage: http://www.tiefenstop.de/
Hallo Peter,
immer wieder nett deinen Tauchberichte. Witzig, ich haben den Entenmann letzens Unterwasser in Nordhausen gesehen. So lächerlich. Der fand sich richtig cool, am Einstieg noch kopfüber zu stehen und den Platz für anderer Taucher zu versperren. Ich sage nur alles Egoisten und die Ausbildung wird immer schlechter. Selbst der DLRG meinte noch den Einstieg mit Planenwaschen zu versperren. Siehe meien Bericht \"Mallorca Tauchen in Nordhausen\" auf meiner Seite.
Viele Grüße
Jörg
Waaaaas? Jürgen L. taucht noch??? ;-)))

Name: Christian Stegmayr Eingetragen am 04.07.2010 um 23:21:20
Homepage: -
Guten Abend Peter,

der Volksentscheid ist ja gut gelaufen hier bei uns in BAY. ;-)
*freu*

Gruß Christian

Hi Christian,

ja, SUPER-Ergebnis! Ich hätte nicht gedacht, dass es so eindeutig ausgeht. Hatte mir die Hochrechungen auf den Seiten des bayer. Statistikamtes angesehen, nach den ersten Wahklreisen war klar, dass es ein großer Triumph für Frankenberger und seine Mitstreiter werden würde.

vg

Peter

Name: PADI Eingetragen am 26.06.2010 um 23:49:56
Homepage: http://www.padi.sucks
Hm teils informative seite - viel aus dem Zusammenhang gerissener Kram besonders im Bezug auf die PADI Instructor Prüfung.

Warum dieser "Flamewar" gegen PADI?
PADI hat einen besseren Unfalldurchschnitt als CMAS und alle anderen. Idioten die Tauchen lernen gibts überall, sowohl bei CMAS NAUI PADI Barakuda und wie sie alle heissen.
Desweiteren stellt sich die Frage was wohl besser ist : Ausbildung bei einem Hobbytauchlehrer der 2mal die Woche ins Wasser geht oder bei einem Professionellem Tauchlehrer der pro tag bis zu 6 mal im Wasser ist ? Wer hat wohl mehr erfahrung?
Ich mache 800-1000 Tauchgänge pro Jahr auf Malta - wieviele machst du ?


Genau solche leute wie du kommen dann zum Tauchladen und meinen sie hätten schon alles gesehen... Und auf 30m am Wrack bekommen sie auf einmal Panik und meinen nun einen CMAS AuftriebsNotaufstieg machen zu müssen - wie es wohl gelehrt wird... SO PASSIEREN UNFÄLLE.

think about it...

Ich zitiere mal: "
Ich mache 800-1000 Tauchgänge pro Jahr auf Malta - wieviele machst du ?"

Wow. Beachtlich. Das sind ca. 3 bis 4 TG am Tag das ganze Jahr über. Womit verdienst Du Dein Geld dann im Hauptberuf? Als Märchenonkel???

Übrigens: Ich tauche regelmäßig jede Woche. Im Kaltwasser. Und das muss Dir genügen als Information. Für das Spiel "wer hat den Längsten" bin ich auch zu alt. Und ich bin zudem nicht dazu da, Deine Minderwertigkeitskomplexe zu therapieren. Such Dir dazu eine geeignete Fachperson. Die gibt es sicher auch auf Malta. Think about it!
 
 
 
 
Name: Alexander Eingetragen am 25.06.2010 um 10:03:48
Homepage: -
Hallo Peter,

ein kleiner Nachtrag zum Beitrag über das Trockifluten:

Zum einen gehst du davon aus, dass das Wasser, welches in den Anzug gelangt kalt ist, aber man kann ja auch im warmen Wasser Trocki tauchen, ich hab in Ägypten schon leute bei 26 °C im Trocki gesehen, in einem solchen Fall ist das Fluten von der Temperatur her eher unbedenklich.

Aber:
Was viele Leute nicht bedenken und das Fluten als Allheilmittel sehen:
Wenn man einen Neoprener taucht kann durch das Wasser zwar der Auftrieb der Luft im Anzug \'ausgeschaltet\' werden, nicht jedoch der Auftrieb des Anzugs selber. Mein Anzug z.B. (7mm Neotrocki) hat etwa 8kg Auftrieb (selber getestet), der durch Blei ausgeglichen werden muss. Verliere ich mein Blei und flute den Anzug habe ich immernoch den Fahrstuhl nach oben.
Deshalb, einfachste Lösung: Das Blei/Gewicht nicht abwerfbar mitführen, dann passiert sowas nicht.

Wenn man vorher seinen Bleibedarf gut austestet oder auch berechnet (dafür muss der Auf- bzw. Abtrieb jedes Ausrüstungsteils bekannt sein) hat, wird man sein Blei nie abwerfen müssen.
Warum? Du nimmst soviel Blei mit, dass du ausgeatmet gerade eben \'untergehst\', plus ein kg zum \'Wohlfühlen\' sowie das, was du an Luftgewicht in der Flasche hast (4g bei mir), weil das auf dem Rückweg fehlt.

Platzt mir nun die Blase im Jacket hab ich (im Nassanzug) maximal einen Abtrieb von 5kg plus in größerer Tiefe vielleicht nochmal 2kg mehr durch die Kompression des Anzugs, macht 7 kg Gesamtabtrieb. Etwa 3 kg kann man durch vollständiges Einatmen kompensieren, und 4 kg Auftrieb erzeugt man problemlos mit den Flossen, und je weiter man hoch kommt, umso einfacher wird es, da der Anzug wieder mehr Auftrieb bekommt.

Und im Trocki ist die Chance, dass Trocki und Jacket kaputt gehen schon sehr klein, da kommt man also immer nach oben, mit einem von beiden.

So, nun hab ich, glaub ich, viel mehr geschrieben als ich wollte, aber ganz kurz zusammengefasst ist das Fluten des Trockis gerade bei Neopren mehr als fragwürdig.

Bis dahin,
Alexander

Sehe ich auch so. vg Peter
 
 

Name: doris Eingetragen am 16.06.2010 um 23:44:14
Homepage: http://www.xxxxxxxxxxxxxx.org
Ich finde den Aufbau der Seite sehr gut.Macht weiter so.

Danke, Doris! Und vielleicht fällt Sir ja auf, dass Spam-Links hier entfernt werden. Deine Mühe ist also umsonst. ;-)))


Name: Alexander Eingetragen am 06.06.2010 um 10:25:21
Homepage: -
Hallo nochmal,

ich sehe grade, dass die Rechtschreibung im vorherigen Beitrag jeglicher Norm widerspricht, versichere aber, dass dies daran liegt, dass bei meiner Tastatur einige Tasten klemmen und ich den Text nicht nochmal gelesen habe nach dem Schreiben.

Man möge mir also vergeben, oder aber ein Spendenkonto einrichten für eine neue Tastatur ;-)
Mach Dir nix draus. Der Beitrag war einwandfrei zu entschlüsseln. ;-))
 
 
Name: Alexander Eingetragen am 06.06.2010 um 10:19:21
Homepage: -
Hallo Peter,

ich habe deine Seite erst vor wenigen Tagen entdeckt, lese seitdem aber täglich ein paar Artikel, hier besteht wirklich Suchtgefahr!

Außerdem muss ich feststellen, dass du in vielen Fällen den sprichwörtlichen Eisenstift auf den abgeflachten Kopf getroffen hast, und dies dann mit viel Humor und noch mehr Ironie verschriftlichen kannst, Hut ab (ich trage zur Zeit keinen, sonst hätte ich).

Klar, deine Lösungen für einige technische Details mögen sich \\\'etwas\\\' außerhalb der Norm bewegen, aber sind dennoch interessant und zeigen, dass Tauchen auch abseits der Richtilien der großen Verbände möglich ist.

In diesem Sinne, weiter so, immer gut Luft und noch viele schöne TG jenseits der Norm,
Alexander

PS: meinen letzten Urlaub habe ich übrigens an der Tauchbasis im Lotus Bay Verbracht und war sehr zufrieden, zum Glück hatten wir keinen Volli... an Board, aber wir waren auch im januar und damit nur 6 Taucher insgesamt an der Basis, alle nett und erfahren.
Generell finden sich solche Leute aber überal, nicht nur im Urlaub. Das letzte mal hatten wir so einen Oberlhrer / Dozent beim Tauchen hier in heimischen Gewässern an einer Basis. Während des TG kam ein Gewitter auf, so dass wir das Wasser dann nach direktem Rückweg verlassen haben. Ein anderer Taucher, der auch im Wasser war, erklärte uns hinterher laustark, vor allen anwesenden, wir seien da aber falsch getaucht, bei Gewitter müsse man in Rückenlage tauchen, das Ventil nach unten, weil es eben genau das Flaschenventil sei, welches die Blitze \\\'anzieht\\\'. Aha, das Ventil also. Naja, man kann ja nicht alles wissen, haben uns, freundlich wie wir sind, für die Aufklärung bedankt, ins Auto gesetzt und die lachmuskeln trainiert.
Wir würden gern mal mit ihm tauchen gehen, bei Gewitter, nur um ihm dabei zuzusehen...

Hallo Alexander, das mit dem Gewitter ist sehr lustig. Hat in etwa die gleiche wissenschaftliche Tiefe wie "Buchen sollst Du suchen, Eichen sollst Du weichen." Aber als Lacher sicher sehr  nett. ;-))
 
 
Name: S.XXXXX Eingetragen am 05.06.2010 um 21:50:33
Homepage: -
Werft die Raucher aus dem Land. Lasst Euch nix mehr gefallen. Ab 5:45 wird zurückgeschossen.

Mit teutschem GruSS
Warnhinweis: Wie man an obigem Beitrag des User "S.XXXXXX" erkennen kann, führt das Rauchen von Zigaretten in bestimmten Fällen zu geistiger Diarrhoe. Kids, don' try this at home!
 
 

 


1 Kommentar 16.5.12 23:33, kommentieren

Basen-Fragebogen zum Vorbereiten des Tauchurlaubs (von Peter Rachow)

Der Fragebogen für Taucher als Teil der Urlaubsvorbereitung

Viele Missverständnisse die den Tauchbetrieb auf einer Urlaubsbasis betreffen und die den Spaß gegen Null bringen können, könnten bereits im Vorfeld ausgeräumt werden, wenn bestimmte Sachverhalte eindeutig geklärt werden.

Dieser Fragebogen hilft dabei. Er kann über die Zwischenablage von Windows in ein E-Mail Programm kopiert und an die Basis gefaxt oder per E-Mail versandt. Dann weiß der geneigte Taucher Bescheid, auf was er sich einlässt und kann ggf. eine andere Basis wählen.

Danke auch an Jörg Ostermann für Ergänzungen.

Englische Version (nur HTML)

[Vorname] [ Name]
[Straße]
[PLZ] [Ort]
[Land]
[Telefon]
[FAX]

[Datum]
Anfrage: Tauchprogramm

Liebe Tauchbasis XY,

ich habe mich entschlossen, in Eurer Gegend einen Tauchurlaub zu verbringen. Bevor ich mich für Eure Basis entscheide, möchte ich Euch bitten, mir ein paar Fragen zum Tauchprogramm zu beantworten.

1. Wir haben auf unserer Basis

[ ] ein Tiefenlimit
[ ] kein Tiefenlimit


2. (Nur im Fall ausfüllen, dass bei 1. 'ein Tiefenlimit' angekreuzt wurde.)
Dieses beträgt
[ ] 20 Meter ...............
[ ] 25 Meter ...............
[ ] 30 Meter ...............
[ ] 35 Meter ...............
[ ] 40 Meter ...............
[ ] 50 Meter ...............
[ ] ..... Meter ...............

Evtl. bitte zusätzlich die jeweilige Brevetierungsstufe (evtl. mit Verband/Organisation) und/oder erforderlicher Mindesttauchgangszahl eintragen.


3. Tauchen ist nur mit Guide möglich
[ ] Ja
[ ] Nein


4. Wir führen nach dem Tauchgang unangekündigte Computerkontrollen durch
[ ] Ja
[ ] Nein



5. Auf unserer Basis darf nur mit Tauchcomputer getaucht werden.
[ ] Ja, trifft zu
[ ] Nein, trifft nicht zu.
Wer keinen Tauchcomputer besitzt, kann ihn zum Preis von ............................/Tag bei uns ausleihen.


6. Auf unserer Basis ist das Tauchen mit Handschuhen
[ ] verboten
[ ] erlaubt

7. Auf unserer Basis sind dekompressionspflichtige Tauchgänge (Deko-TG)
[ ] verboten
[ ] erlaubt


8. Wir machen vor dem ersten Tauchgang einen Checktauchgang
[ ] ja, immer
[ ] nur, wenn _______________________________________
[ ] nein


9. Wenn 8. nicht mit 'Nein' beantwortet wurde:

Der Checktauchgang beinhaltet unter Umständen folgende Übungen

[ ] Maske ausblasen
[ ] Maske abnehmen und ausblasen
[ ] angedeutete Wechselatmung
[ ] richtige Wechselatmung
[ ] Unter Wasser in der Nase bohren können.


10. Wenn 8. mit 'Ja' beantwortet wurde:

Der Checktauchgang ist

[ ] kostenpflichtig und wird berechnet: Betrag: ....... [ ] Euro, [ ] US$, andere Währungen...........
[ ] kostenfrei


11. Angebotene Gerätegrößen
[ ] 10l - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag
[ ] 12l - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag
[ ] 15l - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag
[ ] 18l - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag
[ ] 20l - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag
[ ] ................................ - evtl. Aufpreispflicht [ ] Betrag[Währung] pro Tag


12. Tauchgeräte
[ ] Stahl
[ ] Alu


13. Anschlüsse
[ ] DIN
[ ] INT


14. Abgänge
[ ] Einzelabgang
[ ] Doppelventil


15. Zeitlimitierung beim Tauchen (Tag)
[ ] kein Zeitlimit
[ ] 40min
[ ] 60min
[ ] 70min
[ ] 80min
[ ] 90min


16. Zeitlimitierung beim Tauchen (Nacht)
[ ] kein Zeitlimit
[ ] 30min
[ ] 40min
[ ] 60min
[ ] 70min
[ ] 80min
[ ] 90min


17. Preise/Tauchpakete etc.

a) Auf unserer Basis bieten wir "Tauchpakete" an
[ ] nein
[ ] mit 5 TG zum Preis von EUR/...... _______ .
[ ] mit 10 TG zum Preis von EUR/...... _______ .
[ ] mit ...... TG zum Preis von EUR/...... _______ .

b) Tauchpakete können
[ ] per FAX vorgebucht werden. FAX-Nr. ___________________________________
[ ] per E-Mail vorgebucht werden. Adresse ________________________@___________________
[ ] nur beim Reiseveranstalter gebucht werden:__________________________________________

c) Tauchpakte

[ ] müssen ohne Unterbrechung "vertaucht" werden
[ ] können mit tageweisen Unterbrechungen verwendet werden.

d) Ein einzelner Tauchgang kostet derzeit EUR/...... ____________

- Werden Aufschläge bei Kreditkartenzahlung fällig und wenn ja, in welcher Höhe?

....................................................................
- Wird der Rechnungsbetrag in Fremdwährungen umgerechnet (EURO in Dollar z.B.)?

....................................................................

18. Ergänzungen, auf die wir noch hinweisen wollen:
 

29.4.12 13:05, kommentieren

Physikalische Experimente - Einfaches Fernrohr (von Peter Rachow)

Lowcost-Projekte für den Physikunterricht

Ein astronomisches Fernrohr (von Peter Rachow)

Bauteile
  • 1 Objektivlinse (f=100 cm, Durchmesser 6 cm), erhältlich beim Optiker als Standardlinse, nicht entspiegeltes Glas reicht aus. Preis ca. 12€.
  • 1 Okularlinse (f=2-5 cm, Durchmesser ca. 1cm), erhältlich als Lupenlinse bei Vergrößerungslupen.
  • 1 Installationsrohr, Länge=1 m, Durchmesser ca. 10 cm (Baumarkt).
  • 1 Verbindungmuffe für Installationsrohr (Länge ca. 15 cm).
  • 2 Abschlussstücke (Deckel) für Installationsrohr.
  • schwarzer Tuschkarton, schwarzer Sprühlack (matt), Kleber (Pattex compact) oder doppelseitiges Klebeband, Tesafilm.
Aufbau

Das Kanalrohr und die Verbindungsmuffe werden von innen mit dem schwarzen Sprühlack mehrmals lackiert.
In die beiden Deckel, die später vorne und hinten angebracht werden, werden mit einer Laubsäge die Löcher für das Objektiv (Lochdurchmesser ca. 0,5 cm kleiner als der Linsendurchmesser) und das Okular (Lochdurchmesser ca. 1-2 mm größer als der Linsendurchmesser) gesägt.

Die Objektivlinse wird nun von außen auf den einen Deckel aufgeklebt (Pattex oder doppelseitiges Klebeband verwenden).

Für das Okular wird aus schwarzem Tuschekarton ein ca. 10 cm langer Tubus angefertigt. Dazu kann man den Karton vorher einige Male über einen Besenstiel rollen. Dieser Tubus wird danach so zusammengerollt, dass die Okularlinse stramm hineinpasst. Der Tubus wird dann mit Tesafilm entlang der Längsachse zusammengeklebt. Anschließend wird die Linse am Ende des Tubus in diesem mit Klebstoff fixiert. Danach wird das Loch im Kunststoffdeckel für die Okularlinse nebst Tubus passend ausgefeilt so dieser sich darin nicht zu leicht hin- und herschieben lässt.

Einstellen des Teleskopes

Jetzt wird das Fernrohr noch auf die passende Länge zugesägt. Dazu richtet man das komplette Teleskop (Hauptrohr und Verbindungsmuffe) auf einem Stativ befestigt mit dem Objektiv auf ein entferntes Objekt aus (d> 300m). Das Okular wird noch nicht eingebaut sondern nur an das rückwärtige Ende gehalten. Dann wird probeweise die Schärfe des Bildes beurteilt, indem das Okular freihändig vor und zurück bewegt wird. Wird das Bild nicht scharf und man ist sehr nahe an das Objektiv, so werden vom Hauptrohr 10 cm abgesägt. Diese Versuche werden so lange wiederholt, bis sich bei einem weit entfernten Objekt ein scharfes Bild ergibt, wenn das Okular ca. 3 bis 5 cm außerhalb des hinteren Rohrendes steht. Dann wird das Teleskop zusammengebaut und die Bildschärfe und die Einstellmöglichkeiten auch bei nahen Objekten beurteilt. Die Länge des Okulartubus mit 6 cm reichte bei einem Versuchsteleskop aus, um Gegenstände bei Entfernungen von 30m bis > 1000m (i. e. unendlich) scharf zu betrachten.

Skizze


Ergebnisse

Durch die relativ hohe Brennweite und dem großen Durchmeser des Objektives ergibt das Teleskop brauchbare und vor allem lichtstarke Bilder. Leider ergeben sich wegen der einfachen Optik manchmal spektrale Unreinheiten, was aber angesichts des Experimentalcharakters vernachlässigt werden kann. Die starke Vergrößerung ist besonders gut geeignet, um z. B. Mondbeobachtungen und Betrachtungen näherer Planeten durchzuführen.
 

26.4.12 13:59, kommentieren

Wartung der Scubapro-Mk10 (von Peter Rachow)


Scubapro Mark 10 zerlegen und zusammenbauen

Diese Anleitung mit Bildern

http://tauchen-peter-rachow.url.ph/mk10.htm

 

Hinweis: Diese Anleitung wendet sich an Leute, die keine 2 linken Hände haben und die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung der Druckmindererstufe hinreichend klein ist. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit der Information und empfehle bei fehlenden Fachkenntnissen, den Atemregler bei einem professionellen Schrauber revisionieren zu lassen.

 

Demontage

Mk 10 vor der Demontage  
Zuerst: Alle Schläuche vom Regler abschrauben.  
Jetzt wird der obere Teil der Stufe vom unteren Teil getrennt, um an die Teile im Inneren des Reglers (Kolben und Feder) zu gelangen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, denn eigentlich ist ein Spezialwerkzeug notwendig.

Man geht folgendermaßen vor:

Der untere Teil wird bis zur Höhe der roten Linie in einen Schraubstock gespannt. Dazu ist es günstig, zwei Holzbrettchen (Dicke ca. 1 cm) zwischen die Backen des Schraubstockes und den Regler zu legen um ein Zerkratzen zu verhindern. Evtl. kann man auch noch einen Lappen zwischen Regler und Holzbrettchen legen.

Nun hält man an der Stelle, wo sich die beiden kreisförmigen Vertiefungen befinden (siehe grüner Punkt im Bild) mit einer Rohrzange fest. Auch hier empfiehlt es sich, einen stabilen Lappen zwischenzulegen. Der Regler kann jetzt durch Drehen an der Rohrzange aufgeschraubt werden.

 
Das Ergebnis sieht dann so aus:  
Jetzt kann man den Hochdruckzugang demontieren. Mit einem Inbusschlüssel SW 6 dreht man den Hochdruckanschluss auf und entnimmt den O-Ring, die Scheibe des Sinterfilters, das Sinterfilter selbst und die Plastikteile.  
Beim restlichen Automaten kann man jetzt noch den Ventilsitz herausnehmen. Dazu nimmt man eine kleine Spitzzange, setzt sie in die Löcher der Deckplatte ein und dreht das Gehäuse auf. Dann hat man den Ventilsitz vor sich liegen:

Den Sitz selber kann man entnehmen, indem man mit dem Nadelöhr einer kleinen Nähnadel oder besser dem rückwärtigen Ende eines 0,5 mm Bohrer durch das Loch auf der gegenüberliegenden Seite drückt und den Sitz herauspresst. Die Sitze sind mit verschiedenen Bezeichnungen versehen (--, - , 0 , + ,++) womit der Mitteldruck eingestellt wird.

Optische Kontrolle: Wenn im Sitz deutlich erkennbar eine kreisförmige Riefe vom Kolben eingedrückt ist, ist der Ventilsitz zu tauschen. Dies geht i. d. R. mit einem erhöhten und unstabilen Mitteldruck einher. Wenn also der Mitteldruck von einstmals 9 bar auf 11 bar angestiegen ist und nach einigen Minuten nach Flaschenöffnung weiter erhöht ist, ist der Sitz reif für den Austausch!

Tipp: Bei der Demontage des Sitzes kann dieser aus Versehen durchbohrt werden und ist unbrauchbar. Wenn vorher keine Mitteldruckprobleme hatte (9,5 +/- 0,5 bar, keine Schwankungen) und die optische Kontrolle des Sitzes ohne Befund ist, sollte man auf diese Aktion verzichten.

 

Jetzt kann man noch den Kolben aus der Führung ziehen, die Feder entnehmen und hat den Regler weitestgehend zerlegt  
Die Teile in der Übersicht (Feder sitzt noch über dem Kolben, also noch nicht abgebaut):  

Entnahme der O-Ringe

Die meisten O-Ringe der Stufe lassen sich einfach entfernen. Etwas knifflig ist der O-Ring, der den Kolbenschaft umschließt. Dieser Ring sitzt in der zetralen Bohrung des Reglers. Man entfernt ihn, indem man mit einer Nadel in die Schnur des O-Rings sticht und ihn an einer Stelle zur Mitte der Bohrung hinzieht. Dann kann der Ring entfernt werden. Wie der neue Ring eingesetzt wird, kann man weiter unten lesen.

Überprüfung

Was ist weiter zu tun?

  • Alle O-Ringe werden überprüft. Sie dürfen nicht rissig, gequollen oder sonstwie beschädigt sein. Ansonsten austauschen, Ersatz gibt's beim Scubapro-Händler.
  • Der Regler wird innen und außen komplett gereinigt. Wer kein Ultraschallreinigerbad hat, nimmt dafür Lappen und eine alte Zahnbürste. Alle alten Silikonanhaftungen und sonstige Rückstände müssen sorgfältig entfernt werden. Hinweis: Es ist keine besonders gute Idee, einen Atemregler mit atemphysiologisch bedenklichen (i. e. gesundheitsschädlichen) Lösemitteln von alten Fettanhaftungen befreien zu wollen. Daher haben Aceton, Benzin oder andere Verdünner hier keinen Sinn, da eine Verunreinigung durch Rückstände nicht auszuschließen ist und die Lösemittel die O-Ringe beschädigen können.
  • Die Silikonfüllung der Wasserkammer wird ergänzt. Dazu werden die Windungen der Feder und die Zwischenräume zwischen Feder und Kolbenführung mit Atemreglersilikon satt aufgefüllt. Dies sichert einen optimalen Vereisungsschutz, da in der Wasserkammer dann fast kein Wasser vorhanden ist. Die Füllung sollte alle 50 bis 100 Tauchgänge überprüft werden.
  • Das Sinterfilter wird überprüft. Es darf nicht zu dunkel sein (ein neues Filter sieht silbrig aus) und keinen Grünspan oder andere Ablagerungen aufweisen. Im Zweifelsfalle immer austauschen, Ersatz gibt's auch hier beim Scubapro-Händler.

Zusammenbau der Stufe

Der Zusammenbau erfolgt analog der Demontage. Ein paar Tipps und Kniffe für problematische Stellen:

Einsetzen des zentralen O-Rings am Kolbenschaft

Dieser Ring ist mit etwas Fingerspitzengefühl und einem Hilfsmittel leicht zu montieren. Die Montage erfolgt von der Seite der Wasserkammer her. Damit der O-Ring nicht auf der anderen Seite hinausrutscht, muss man einen Stopper einsetzen. Dazu entfernt man zuerst den Ventilsitz aus seiner Halterung der unteren Verschraubung. Dann wird eine Schraube M6x25 in den unteren Teil dieser Verschraubung eingesetzt und der Regler wieder zugeschraubt. Von der Oberseite betrachtet man nun das Innere des Reglers und dreht den Deckel soweit ein, dass das Ende der M6-Schraube genau mit der Nut in die man den O-Ring einsetzen will, bündig abschließt. So kann der Ring nicht mehr durchrutschen.

Der Ring wird jetzt mit einer Pinzette zuerst an einer Stelle in die Nut geschoben. Dann wird mit einem stumpfen Stift, z. B. dem rückwärtigen Ende eines 4 mm Bohrers, der restliche Teil des Ringes in die Nut eingeschoben. Anschließend wird mit einer Lupe optisch der korrekte Sitz überprüft.
 

Beim Einsetzen des Kolbens mit seiner scharfkantigen Unterseite muss man extrem vorsichtig sein. Keinesfalls mit Gewalt einpressen, da sonst die Führung (zentraler O-Ring) beschädigt werden kann. Sanft eindrücken und ggf. etwas hin- und herbewegen, dann gleitet er sehr leicht in den Innenring des O-Rings.

Anschließend ist der Mitteldruck zu überprüfen. er sollte bei 9,5 +/- 0,5 bar liegen. Wenn sich diese Werte bei einer Druckmessung nicht einstellen, kann man versuchen, einen anderen Ventilsitz einzusetzen.

01.05.2002 ergänzt 27.09.2002


1 Kommentar 25.4.12 06:38, kommentieren